Raus und ab nach Hause


Ab in die Marina
Spanish Water, Curaçao -> Schottegat, Curaçao Marine Zone
Distanz: 9,0 sm – Gesamtdistanz 2025: 5.413,2 sm

„Aus Spanish Water -> ins Schottegat in die Werft Curaçao Marine Zone“

„Aus Spanish Water -> ins Schottegat in die Werft Curaçao Marine Zone“

Bis zur Sint Annabaai, der Einfahrt ins Schottegat, sind es nur 8 Seemeilen. Um 10:00 wollen wir in der Werft sein, um noch genug Zeit zu haben, all die restlichen Dinge zu erledigen, bevor es am Freitag dann raus geht. Doch wir wollen auch möglichst früh los, weil es morgens noch am ruhigsten ist. Es hört sich vielleicht komisch an, wenn man extra früh startet, um es bei 15 bis 20 kn noch am ruhigsten zu haben. Doch tagsüber kommen regelmäßig 30er Böen hinzu und in letzter Zeit sind auch immer wieder noch einige Gewitter dabei. Das braucht man nicht wirklich.

„Die letzten Meter in Spanish Water“

„Die letzten Meter in Spanish Water“

Nach genau vier Wochen und einem Tag in Spanish Water rattert um 8:30 unsere Ankerkette. Und es stinkt!!! Die ersten 12 bis 15 m, die mehr oder weniger frei im Wasser hingen, sind mit einem dicken Pelzchen aus Puschelalgen überzogen. Dicht wie ein Fleece-Mantel umschließen sie die Kette, die einzelnen Glieder kann man kaum noch erkennen. Die Ankerwinde nimmt das klaglos hin, aber was danach im Ankerkasten landet, braucht in der Werft noch einmal eine Spezialbehandlung. Danach geht es. Der Teil der Kette, der auf dem Grund lag, ist zwar etwas modderig, aber weitgehend sauber. Doch mit unserem Anker haben wir so unsere Mühe, ihn wieder herauszubekommen. Astrid muss mehrmals richtig Gas geben, bis er kurzstag endlich ausbricht. Das, was wir dann nach oben ziehen, sieht nach viel Haltekraft tief im Modderboden aus, braucht aber in der Werft definitiv auch noch eine Spezialwäsche.


„Kurz werden wir noch einmal durchgeschaukelt“

„Kurz werden wir noch einmal durchgeschaukelt“

Durch die Ausfahrt fahren wir auf unserem Track zurück, den wir Anfang Juni aufgezeichnet haben. Draußen wird es sofort ruppig und schaukelig und die Fock reicht, um in Richtung Willemstad zu segeln. Wenn wir in zwei Monaten wieder zurück nach Spanish Water fahren, werden wir motoren müssen und es wird bestimmt schlau sein, diese Strecke nach Osten dann schon im Morgengrauen anzugehen.

„Willemstad und die Einfahrt in die Sint Annabaai voraus“

„Willemstad und die Einfahrt in die Sint Annabaai voraus“

Doch nun geht es erst einmal gemütlich in Richtung Willemstad. Zwei Seemeilen vor der Einfahrt rufen wir die Port Control Fort Nassau auf Kanal 12 an. Eine längere, seeseitige Warterei direkt vor der Koningin Emmabrug ist nicht wirklich spaßig, dort steht eigentlich immer eine ziemlich hässliche Welle. Da ist es gut, wenn sie schon mal mit den Vorbereitungen zur Öffnung beginnen und wir nicht zu überraschend um die Ecke kommen. Die Port Control hat uns auf der Liste. Wir sollen bis vor die Brücke fahren und abwarten.

„Vorn die Koningin Emmabrug dahinter die Koningin Julianabrug “

„Vorn die Koningin Emmabrug dahinter die Koningin Julianabrug “

Um 10:00 sind wir da, aber auf der Brücke flanieren immer noch unzählige Touristen. Ganz ganz langsam tuckern wir näher ran und Astrid hält die PINCOYA dicht an der östlichen Seite der Einfahrt. Dort sieht es noch am ruhigsten aus.

„In der Einfahrt zur Sint Annabaai“

„In der Einfahrt zur Sint Annabaai“

„Die Emmabrug öffnet“

„Die Emmabrug öffnet“

Hmm … wir warten. Irgendwie passiert nichts, immer neue Touristen strömen auf die Floating Bridge, genießen den Ausblick und gucken neugierig zu uns herüber. Hmm… Wir glotzen zurück und schleichen noch etwas näher heran. Dann beginnt die Schranke zu klingeln. Hier sieht man das Ganze etwas entspannter als in Deutschland, wegen einer heruntergehenden und klingelnden Schranke muss der Strom von Touristen noch lange nicht abreißen. Selbst als sich die Brücke schon zu öffnen beginnt, springen einige noch über die größer werdende Lücke.

„Na, reicht die Lücke schon?“

„Na, reicht die Lücke schon?“

Von einem Australier wissen wir, dass die Brücke für Sportboote nur einen Spalt geöffnet wird, egal ob sich auf der Floating Bridge noch Touristen befinden oder nicht. Würde man darauf warten, bis alle die Brücke verlassen haben, bevor man sie öffnet, würde man wohl nur zwei Öffnungen am Tag hinbekommen und bräuchte eine ganze Truppe von Ordnern, um die Brücke frei zu räumen. Also wird einfach mit Touristen geöffnet.

„Und zack geht's durch.“

„Und zack geht's durch.“

Wann wir nun fahren sollen oder dürfen, ist nicht ganz klar. Irgendwelche Ampeln gibt es nicht. Als uns der Spalt ausreicht, gibt Astrid Gas und wir winken dem Brückenfährmann zu. Der winkt zurück und wünscht uns einen guten Tag. Da haben wir wohl alles richtig gemacht.

„In der Sint Annabaai I“

„In der Sint Annabaai I“

„In der Sint Annabaai II“

„In der Sint Annabaai II“


In der Sint Annabaai und noch vor der Koningin Julianabrug chatten wir mit Gareth von der Werft. Alles klar, aber wir sollen einen wirklich ordentlichen Bogen um die Flachstelle direkt vor der Marina fahren, die sei ernst gemeint und wirklich flach. Gareth hat da wohl schon so seine Erfahrungen und keine Lust auf eine Abschleppaktion.

„Die Julianabrug“

„Die Julianabrug“

„Das Fort Nassau, da sitzt auch die Port Control mit einem guten Überblick“

„Das Fort Nassau, da sitzt auch die Port Control mit einem guten Überblick“

„Im Schottegat auf dem Weg in die Marina bzw. Werft“

„Im Schottegat auf dem Weg in die Marina bzw. Werft“

In der Marina sind einige Boxen frei, wir suchen uns eine hübsche aus und so geht der erste Teil unserer zweiten Karibik-Runde ganz unspektakulär zu Ende.

„Angekommen, der erste Teil geht zu Ende“

„Angekommen, der erste Teil geht zu Ende“


Allein in 2025 liegen nun ab den Kanaren schon 5.413 sm in unserem Kielwasser, wovon wir 5.005 sm gesegelt sind und 408 motoren mussten. Mit der Segelleistung von 92,5 % können wir echt zufrieden sein, obwohl da natürlich das Crossing drin steckt.

Doch rechnet man das Crossings raus, sind in der Karibik ab Barbados auch noch einmal 2.455 sm mit einem Segelschnitt von immerhin 86,5% zusammengekommen. Und das alles in nur 5 1/2 Monaten. Da haben wir nicht viel Zeit vertrödelt.

„Einmal kurz durchatmen und etwas zurückdenken.“

„Einmal kurz durchatmen und etwas zurückdenken.“

Und genau vor einem Jahr, am 15. Juli 2024, sind wir erst in Bremerhaven zu unserer zweiten Karibik-Runde gestartet. Seit diesem Start liegen stattliche 8.194 sm hinter uns. Das toppt zwar noch nicht ganz unseren Jahresrekord von 8.757 sm aus 2023, aber schauen wir mal, was da in der nächsten Runde noch geht 😊. Unser Wunschplan ist jedenfalls fertig und folgt dann gleich auf diesem Blog.


Hoch und trocken
Bis Freitagmittag nehmen wir nicht nur die Segel runter, sondern packen auch alles andere zusammen, was mit »erträglichem« Aufwand aus der Sonne genommen werden kann. Das Gummiboot schrubben wir, falten es zusammen und stauen es unter Deck. Am Ende sieht die PINCOYA richtig nackig aus. Den Ankerkasten spülen wir nicht nur einmal. Die gammelnden Algen stinken und gleich am Freitagmorgen kommt eine regelrechte Wolke von Fliegen heraus. Mal sehen, am Ende wird wohl alles vertrocknen und hoffentlich irgendwann auch nicht mehr stinken. Im Herbst brauchen wir definitiv mal eine ruhige Ankerbucht mit Sandboden, in der wir wenigstens 60m Kette rauslassen können, damit sie sich im Sand wieder sauber schrubbelt.

„Das Gummiboot wird verstaut.“

„Das Gummiboot wird verstaut.“

Den Rumpf versuchen wir mit Antigilb wenigstens wieder etwas weißer zu bekommen. Mit Antirost bekommen wir auch einen guten Teil der Rostverfärbungen im Bugbereich weg, die unsere alte Ankerkette dort hinterlassen hat. Die Ankerkette ist zwar noch lange nicht durch, aber die Galvanisierung ist eben ab. Die Rostnasen, die sich wegen der gammelnden Gasflaschen aus dem Auslass des Gaskasten recken, können wir genauso beseitigen wie die Roststreifen, die die angeblich vollkommen rostfreie Halterung der Rettungsinsel hinterlassen hat. Es ist schon ärgerlich, was einem alles so als rostfrei untergejubelt wird, viel kostet und dann doch braune Spuren hinterlässt.

Zu guter Letzt konservieren wir noch den Wassermacher, räumen auf und warten. Es bleibt genügend Zeit für einiges Gequatsche auf dem Steg. In der Werft herrscht ein munteres Rein und Raus, aber einige scheinen hier auch dauerhaft zu liegen, doch nicht alle sind vor Ort. Sicherlich wäre das auch eine Option gewesen, aber wir müssen eh raus, um unser Unterwasserschiff neu zu machen. Abgesehen davon herrschen auf Curaçao ganz offensichtlich die allerbesten Bedingungen für einen hemmungslosen Bewuchs von Schiffsrümpfen. Von vielen Rümpfen hängen schon echte Bärte herunter und der Bewuchs unserer Ankerkette nach nur einem Monat spricht ja auch schon Bände. Da ist es gut, mal aus dem Wasser zu kommen. Und wie bitternötig es die PINCOYA jetzt schon hat, sehen wir dann nach dem Mittag.


„An der Slippe, gleich werden wir getrailert“

„An der Slippe, gleich werden wir getrailert“

Zum Mittag verlegen wir uns an die Slippe und dann wird es spannend. Während die PINCOYA längsseits am Kai schwimmt, wird der Trailer ganz langsam unter sie geschoben. Die Slippe reicht weit ins Wasser hinein, so dass auch Schiffe mit einem größeren Tiefgang auf den Trailer geschoben werden können.

„Der Trailer fährt unter die PINCOYA“

„Der Trailer fährt unter die PINCOYA“

Vorsichtig wird die PINCOYA ausgerichtet, während die Auflagen des Trailers langsam hochfahren. Dann hebt sie sich Zentimeter für Zentimeter aus dem Wasser und wird auf dem Trailer an Land gezogen. Das Prinzip ist echt cool. Was mussten wir schon alles losschrauben und abmontieren, nur weil wir mit dem Geräteträger oder andersherum mit dem Genuastag nicht in den Travellift passten und nicht hoch genug gehoben werden konnten. Noch schlimmer war’s mit dem Kranen, da war der Mast immer im Weg und ein Kranen mit Mast haben nur einige hinbekommen. Doch wie einfach ist das nun mit dem Trailer. Nichts oben auf dem Schiff stört und in fünf Minuten ist die PINCOYA aus dem Wasser. Echt cool!

„... und langsam geht es raus.“

„… und langsam geht es raus.“

Der Bewuchs am Rumpf der PINCOYA ist allerdings üppig. Man sieht genau, bis wo wir beim Tauchen gekommen sind und wo ich dann nicht mehr weitergemacht habe. Der Kiel sieht besonders schlimm aus. Auf der nächsten Runde müssen wir diese Vorsorge in jedem Fall häufiger und auch gründlicher machen. Und dass wir viel gesegelt sind, ist auch nicht zu übersehen, am Bug und vorn am Kiel ist das selbstpolierende Antifouling ganz weg. Es ist höchste Zeit, das Unterwasserschiff neu zu machen.

„Nach 5 Minuten stehen wir schon draußen. Der Kiel sieht schlimm aus.“

„Nach 5 Minuten stehen wir schon draußen. Der Kiel sieht schlimm aus.“

Mit dem Hochdruckreiniger bläst die Werft zwar jeglichen Bewuchs ziemlich gut herunter, aber die Sockel der Seepocken bleiben dennoch am Rumpf haften. Das sind kleine bis mittlere Kalkplätchen, die nun wie Punkte den Rumpf übersähen. Und die bekommt man nur mit einem Spachtel weg. Doch es sind erschreckend viele, da haben wir in den nächsten 1 1/2 Tagen noch jede Menge Arbeit vor uns. Das hatten wir uns anders erhofft.

„An der Slippe“

„An der Slippe“

„Dann geht es für zwei Tage auf den Arbeitsplatz“

„Dann geht es für zwei Tage auf den Arbeitsplatz“


Wir versuchen an alles zu denken

„So stehen wir hoch und trocken“

„So stehen wir hoch und trocken“

Der Samstag vergeht für den Schiffsjungen fast ausschließlich mit dem Abkratzen der restlichen Seepockensockel, obwohl wir beide schon gleich am Freitag zusammen damit begonnen hatten. Es ist eine elende Arbeit, doch am Ende werden wir sicher froh sein, wenn wir im September zurückkommen, dass das schon mal erledigt ist.

„Die Reste der Seepocken zu beseitigen dauert länger als gedacht.“

„Die Reste der Seepocken zu beseitigen dauert länger als gedacht.“

Astrid wirbelt derweil in der PINCOYA. Es ist noch viel zu tun, aber insgesamt liegen wir ganz gut in der Zeit. Gegen 18:00 ist alles fertig. Wenigstens sind fast alle Punkte auf unserer Liste abgehakt und uns fällt auch nichts mehr ein, was wir vergessen haben könnten. Die PINCOYA ist startklar, um nun zwei Monate auf uns zu warten. An Deck haben wir alles weggeräumt, um im Fall eines Sturms auch möglichst wenig Windwiderstand zu bieten, aber auch um möglich viel aus der Sonne zu nehmen. Den Motor spülen wir noch mit Süßwasser, damit das aggressive Salzwasser nicht unnötig im Kühlkreislauf steht. Und vieles vieles mehr, nun fehlen nur noch die Kakerlakenfallen und das Gift. Doch die stellen wir erst am Sonntag auf, kurz bevor wir die PINCOYA abschließen.

„Die Capitana faltet Kakerlaken Häuschen, dazu werden wir noch Gift auslegen. Ecogel soll das einzige sein, was wirklich hilft.“

„Die Capitana faltet Kakerlaken Häuschen, dazu werden wir noch Gift auslegen. Ecogel soll das einzige sein, was wirklich hilft.“


Dann gibt es das letzte Chicken-Curry. Wir sind auch gut im Resteessen 😋. Astrid hat alles »Dauerhafte« gesichtet und noch einmal geprüft, ob es sicher verpackt ist. Die unzähligen Plastikdosen, die sich wirklich dicht mit einem Klickdeckel verschließen lassen, haben sich in den letzten Jahren echt bewährt. Nichts von dem, was wir darin gelagert haben, hat bisher für irgendwelche Überraschungen gesorgt. Nur mit dem Grünzeug, seien es Obst oder Gemüse, haben wir so unsere Probleme. Eigentlich fehlt uns eine Kühlbox mit »Gemüsetemperatur«. Die Sache mit dem Netz unter dem Geräteträger funktioniert nur bedingt für einige Sachen, denn vieles gammelt dann doch schneller weg, als man es aufessen kann. Um wirklich Vorräte zu halten, eignet sich so ein Netz kaum, obwohl es natürlich total professionell nach großer Fahrt aussieht. Über eine zusätzliche 12V-Kühlbox werden wir aber erst wieder in Europa nachdenken, denn selbst die karibischen Gemüsepreise schaffen es kaum, eine hier gekaufte Kühlbox zu amortisieren.


In der Marina treffen wir auf echte Karibik-Enthusiasten. Bei uns hält sich der Enthusiasmus allerdings nach wie vor etwas in Grenzen. Vielleicht liegt der Enthusiasmus bei vielen auch einfach daran, dass man nun das unablässig beschworene Traumziel Karibik erreicht hat und es nun eben auch ein Traum zu sein hat. Doch bei denjenigen, die schon andere traumhafte Segelreviere gesehen haben, muss die Karibik dann auch mit dieser Konkurrenz leben. Und da relativiert sich dann doch das eine oder andere.

Ohne Frage ist es schön, immer im Warmen segeln zu können, doch wenigstens für uns reicht allein ein warmes Klima noch nicht ganz aus, um den ersten Preis als Traumsegelrevier zu gewinnen. Vielleicht ist unser Segelverständnis auch einfach ganz anders. Die Idee, im nächsten Jahr doch wieder zurückzusegeln, wird mit dem Gedanken an die einsamen Buchten von Norwegen, Irland, Schottland und den vielen anderen nördlichen Sommerzielen schon immer reizvoller. Allein der unendliche Rummel der Touristen und Segeltouristen hier in der Karibik ist nicht wirklich etwas für uns. Ein Ausweichen in Reviere, die garantiert abseits vom Mainstream liegen, gewinnt da schon zunehmend an Reiz.


Und dann machen wir einen Abflug
Unser Taxi kommt pünktlich um 15:00. Die Nummer haben wir von der Werft bekommen und schon vor zwei Wochen gleich Bescheid gesagt, dass wir heute zum Flughafen gefahren werden möchten. Deutsche Gründlichkeit! 🙄 Wir sind immer noch nicht ganz frei davon 😂. So werden wir mit den Worten begrüßt: »Ah, you are the ones who booked two weeks before. That’s crazy! Too difficult! When you come back give me a chat just one day before. Ok? That’s enough.«

Es ist ein lustiger Typ, der uns auf der ganzen Fahrt erzählt, wie es auf Curaçao so um »the rich and the normal people« bestellt ist, dass »the chinese« die Supermärkte übernommen haben, aber man ansonsten sehr gut auf Curaçao leben kann.


„Auf dem Hato Flughafen auf Curaçao“

„Auf dem Hato Flughafen auf Curaçao“

Beim Baggage Drop-off stehen wir mehr als eine Stunde an. Es herrscht ein riesiger Andrang. Das kann an der Security ja noch heiter werden, denn da müssen die Massen ja auch noch durch. Doch die Security nehmen wir in Nullkommanichts. Wir müssen nichts aus den Rucksäcken nehmen, nur die Schuhe werden extra gescannt 🤨 🙂. Dann heißt es warten, denn der Flieger hat schon mal 30 Minuten Verspätung. Doch was interessiert das nun noch?


„Die Abenddämmerung“

„Die Abenddämmerung“

Der Flieger ist rappelvoll. Beim Einchecken haben wir nur noch Sitzplätze hintereinander bekommen, doch nach dem Start bemühen sich die Stewardessen wirklich, alle Änderungswünsche zu erfüllen. Das Essen ist gut, aber die zwei Gläser Wein führen auch nicht dazu, dass wir entspannt einschlafen können. Das lange Sitzen ist ätzend. Doch es gibt WLAN und man kann sogar kostenlos mit WhatsApp chatten. Das probiere ich natürlich gleich mal mit einem Bruder aus, vergesse dabei aber, dass es in Deutschland erst 2:30 ist 🧐. Aber es funktioniert und einige Stunden später bekomme ich als Antwort die Frage, was ich denn um Himmelswillen mitten in der Nacht von ihm wollte 😇.

„Der Morgen“

„Der Morgen“

Nun gut, wenn man 9 Stunden stillsitzen muss, muss man ja wenigstens irgendetwas tun. Die Filmauswahl ist ok, aber die Kopfhörer sind eine Katastrophe. So vergeht die Zeit auf dem Flug zwar nicht wie im Fluge, aber es geht und sie vergeht.

„Fast da, Windräder in der Nordsee“

„Fast da, Windräder in der Nordsee“


„Kurz vor Amsterdam“

„Kurz vor Amsterdam“

„Im Anflug“

„Im Anflug“

Etwas übernächtigt kommen wir um 9:00 in Amsterdam an. Und weil wir nicht damit gerechnet haben, dass wir wirklich pünktlich sind, haben wir einen Zug später gebucht. So gibt es erst einmal einen langen Kaffee und etwas Frühstück bei Starbucks.

„Auf der Weiterreise“

„Auf der Weiterreise“

Die Zugfahrt funktioniert ebenfalls problemlos und auch mit dem Zug sind wir pünktlich. Das hatten wir nun wirklich anders vermutet, aber es schadet ja auch nicht, wenn man mal etwas Glück hat.

„Inzwischen etwas geschafft und müde“

„Inzwischen etwas geschafft und müde“

Um 18:30 sind wir nach 21 Stunden und 30 Minuten zuhause und es ist hell 🧐. Das ist schon etwas ungewohnt, denn es ist noch lange hell. Und genau das überrascht uns tatsächlich noch einige Tage immer wieder aufs Neue. In der Karibik wird um 19:00 das Licht ausgeschaltet und hier sitzen wir um 21:00 noch in der Sonne. Nordischer Sommer, eine durchaus unerwartete Überraschung unserer ersten Tage zuhause.

Hier wartet nun die PINCOYA
12° 06′ 31,2” N, 068° 55′ 20,2” W