Zwei hitzige Wochen


Wir brauchen etwas Eingewöhnungszeit, um wieder voll loszulegen. Die Wärme setzt uns ziemlich zu. Das hatten wir so nicht erwartet. Denn Anfang Juli haben wir das noch besser weggesteckt. Die Werft und die Marina liegen recht windgeschützt, aber die PINCOYA steht zusätzlich noch im Windschatten einer großen Halle.

„Wir haben gut Platz zum Arbeiten, stehen aber auch im Windschatten der Halle.“

„Wir haben gut Platz zum Arbeiten, stehen aber auch im Windschatten der Halle.“

Früh morgens geht es noch, aber schon um 11:00 ist es unerträglich heiß. Das Schiff ist dann eine Sauna. Knapp 40° sind Standard unter Deck, denn von unten »kühlt« nun noch nicht einmal mehr das 27° warme Wasser. Draußen sind es im Schatten nur 30 bis 35°, dabei weht nur ab und zu mal ein kleines Lüftchen um die Ecken der Halle. Der Kühlschrank in der PINCOYA geht die ganze Zeit, während wir an Land stehen, auch auf kleinster Stufe nicht ein einziges Mal aus. Er läuft durch, 7×24. Dass er doch noch ein Thermostat zum Ein- und Ausschalten hat, merken wir erst nach 14 Tagen in der Nacht, als die PINCOYA wieder im Wasser liegt.

Doch noch ein weiteres Problem macht uns das Leben schwer und bestimmt wie die Wärme unseren Tagesablauf. Kaum beginnt die Sonne auch nur etwas unterzugehen, kommen die Moskitos, und sie lauern die ganze Nacht blutlüstern auf ihre Opfer. Das geht so bis eine Stunde nach Sonnenaufgang. Tagsüber ist man zwar auch nicht ganz sicher, aber nachts kennen die Biester keine Gnade. Myriaden von Moskitos geben nicht eine Sekunde mal Ruhe.

Damit ist unser Tagesablauf festgelegt. Um 6:00 klingelt der Wecker und wir machen uns bei einem Gutenmorgenkaffee fertig und planen den Tag. Noch ist es kühl und ab ein oder zwei Uhr in der Nacht haben wir auch einigermaßen gut geschlafen. Doch auch ab Mitternacht fällt die Temperatur in der PINCOYA kaum mal unter 30°. Die Moskitos haben wir natürlich schon vor Sonnenuntergang mit Mückengittern ausgesperrt und bis 22:00 haben wir oder die UV-Mückenlampe dann auch die meisten Eindringlinge erledigt. Den Rest wehren wir mit Mückenspray ab, denn alle erwischen wir nie. Normales Autan hilft da gar nicht, das Mückenspray muss mindestens 25% DEET enthalten. Besser mehr, aber 25% sind schon mal ein Anfang. Sonst hauen sich die Biester wie Schuhplattler vor Freude mit ihren Flügeln abwechselnd auf ihre sechs Beine und kichern dabei blutrünstig. Ob dieses Antimückenzeug allerdings so gut für die Haut ist, wollen wir lieber gar nicht wissen, denn das Spray brennt die ersten Minuten auf der Haut, wirkt dann aber wenigstens 6 Stunden gegen die Plagegeister.

„Moskito-Abwehr!“

„Moskito-Abwehr!“

Um 7:00 können wir dann raus. Bis auf wenige Blutsauger sind nun die meisten verschwunden. Und wir müssen auch raus und mit den Arbeiten beginnen, denn uns bleiben bis zur Mittagshitze nur 4 bis maximal 5 Stunden Zeit. Auf welcher Seite der PINCOYA wir arbeiten, bestimmt der Sonnenstand, denn auf der Sonnenseite wird der Rumpf so heiß, dass man außer vielleicht noch Schleifarbeiten nichts mehr machen kann. Topfzeiten von Expoxy-Spachtel oder Gelcoat schrumpfen selbst im Schatten schon auf wenige Minuten.

Über Mittag machen wir Siesta irgendwo im Schatten. Manchmal auch mit einem Schläfchen in der PINCOYA, aber bei fast 40° ist das auch eher ein Dahindämmern als ein Schlafen. Am besten ist noch der kleine Pavillon an der Marina, dort wo es jeden Freitag auch BBQ gibt. Dort weht meist ein leichtes Lüftchen und man sitzt unter dem großen Dach schön im Schatten.

Ab 15:00 kommt dann langsam die Backbordseite in den Schatten und wir können dort bis eine Stunden vor Sonnenuntergang weitermachen. Dann müssen wir spätestens um 18:00 duschen, rein und alles wieder moskito-dicht verrammeln, denn um 19:00 ist es dunkel und die Moskitos übernehmen wieder die Werft.


Was für ein Durst!
Bevor wir am ersten Tag alles weiter auspacken, fahren wir erst einmal mit dem Shuttle-Service zum Supermarkt. Der Supermarkt liegt günstig, denn gleich nebenan ist auch Budget Marine, falls wir doch etwas vergessen haben. Neben einigen frischen Sachen brauchen wir vor allem Wasser zum Trinken. Das Wasser in der Marina ist ziemlich gechlort und wir brauchen jeder täglich wenigstens 5 Liter Wasser, um das aufzufüllen, was wir ausschwitzen. So kaufen wir ein Paket mit 32 1/2-Liter Flaschen, aber am Dienstagabend ist schon wieder ein Ende absehbar. Das geht so gar nicht, wir können nicht alle zwei Tage so ein Paket auf die PINCOYA schleppen. Also reaktivieren wir unseren externen Wasserfilter mit einem Aktivkohlefilter, um uns genießbares Trinkwasser aus dem Marinawasser zu filtern. Das geht prima und so haben wir nun ohne Ende Trinkwasser, was wir auch brauchen.

„Der Supermarkt-Shuttle“

„Der Supermarkt-Shuttle“

Doch das viele Trinken bzw. Schwitzen hat auch seine Nebenwirkungen. Nach vier Tagen bekommen wir immer wieder Krämpfe in den Beinen. Mit dem Schwitzen verlieren wir auch Salz und Mineralien, denn wir füllen ja nur Wasser nach. Also beginnen wir, Magnesium und Vitaminpillen einzuwerfen und essen vor allem Salzerdnüsse und Chips mal so nebenbei. Das hilft, das Zeug ist ordentlich salzig. Und auf unserer zweiten Einkaufstour kaufen wir ein ganzes Ensemble von Energie-Drinks für Sportler ein. Und das Zeug hilft tatsächlich, wenn einem mal echt die Puste ausgeht.


„Erste Arbeiten an der Gelcoat-Macke“

„Erste Arbeiten an der Gelcoat-Macke“

Während ich mich schon mal um die ersten Spachtel- und Gelcoat-Arbeiten kümmere, untersucht und sichtet Astrid unter Deck all unsere eingelagerten Vorräte. Alle Vorräte schweißen wir ja entweder ein oder verpacken sie in luftdicht verschließbaren Plastikboxen. Das hat sich bewährt, bisher hatten wir keine Ausfälle und und sind ohne Überraschungen davongekommen. So auch diesmal, alles hat die zwei Monate gut überstanden, nur zwei Sachen waren offensichtlich schon beim Kauf kontaminiert. In einer Mehlpackung haben sich Mehlwürmer und Mehlmotten entwickelt und aus der Couscous-Packung hat sich ein Wurm gewunden, bis er wohl mangels Luft erstickt ist. Der Befall ist nicht weiter schlimm, denn die stabilen Plastikboxen schützen eben nicht nur vor Ungeziefer von außen, sondern auch vor Ungeziefer, dass man mit dem Kauf als kostenlose, aber unsichtbare Zugabe bekommt. Sonst ist alles ok, nur der Weißwein hat sich von einem leichten Sommerwein zu einem eher schweren, sehr ausgegorenen Wein entwickelt. Doch danach ist uns gerade eh nicht.

„Zwischendurch behalten wir auch die Hurricanes im Auge. Hier braut sich gerade Gabrielle zusammen.“

„Zwischendurch behalten wir auch die Hurricanes im Auge. Hier braut sich gerade Gabrielle zusammen.“


Volles Programm als Halbtagsjob
Unsere Arbeitsliste an Land haben wir auf das Notwendigste beschränkt. D.h. wir machen hoch und trocken nur das, was wir nicht auch machen können, wenn die PINCOYA schon wieder im Wasser ist. Grob heißt dies, einmal ab dem Sülbord am Rumpf von oben nach unten bis zum Kiel. Also Refit des Überwasser- und Unterwasserschiffes.

„Einige Osmose-Blasen am Wasserpass beseitigen wird auch. “

„Einige Osmose-Blasen am Wasserpass beseitigen wird auch. “

Schon als die PINCOYA aus dem Wasser kam, haben wir einige kleine Osmose-Blasen im Bereich des Wasserpasses entdeckt und aufgeschliffen, damit sie während unserer Abwesenheit schön austrocknen können. Die spachteln wir nun als erstes mit Epoxy-Spachtel wieder zu. Außerdem ist an Steuerbord eine alte Gelcoat-Reparaturstelle wieder aufgeplatzt, um die müssen wir uns auch als Erstes kümmern, weil wir immer nur Teilmengen aufbringen können und schrittweise arbeiten müssen.

„So langsam wird's was mit der Gelcoat-Macke“

„So langsam wird's was mit der Gelcoat-Macke“

Ansonsten beginnen wir das Überwasserschiff zu polieren, um von oben kommend eine fertige Kante zum Neuanstrich des Unterwasserschiffs zu haben. Doch das Unterwasserschiff soll nicht nur angeschliffen und neu gestrichen werden, wir wollen den Wasserpass auch um etwa 6 cm höher ziehen. Damit bleibt als farbliche Abgrenzung am Wasserpass nur noch der obere blaue Streifen erhalten und der mittlere weiße und untere blaue Streifen werden zum Unterwasserschiff und auch mit Antifouling gestrichen.

„Um uns herum ...“

„Um uns herum …“


Soweit der Plan, doch hinter der Umsetzung unseres hübschen Plans verstecken sich viele Einzelschritte, die nacheinander abgearbeitet werden möchten. Und am Mittwochabend ist klar, dass wir unseren Plan, am Freitag wieder im Wasser zu sein, niemals einhalten können. Also fragen wir Gareth, ob wir noch eine Woche länger an Land stehen können. Wir können und er schmunzelt, denn wir sind wohl nicht die Ersten, die ihre ehrgeizigen Ziele nicht erreichen.

Und dennoch ist es hart. Sehr hart. Wir arbeiten jeden Tag so viel, wie wir schaffen. Doch in der ersten Woche ist nicht nur einmal schon nach einem halben Tag die Luft raus. Es hört sich vielleicht blöd an, aber wir kommen in diesen Tagen wohl so oft an unsere Leistungsgrenzen, wie wir es wohl so regelmäßig noch nie geschafft haben. Mehr ist an manchen Tagen einfach nicht drin und selbst wenn der Wille noch was will, sagt der Verstand, dass es vielleicht doch gesünder wäre, es mal sein zu lassen.


Ein glänzender Job

„Der Gilb ist »normal« nicht wegzubekommen.“

„Der Gilb ist »normal« nicht wegzubekommen.“

Da wir mit nichts den Wasserpass auch nur irgendwie sauber bekommen, kaufen wir bei Budget Marine ein Teufelszeug. Es muss irgendein Gemisch aus Säure und Chlorbleichlauge sein, Schutzkleidung und dicke Handschuhe sind Pflicht und man muss zusehen, immer schön in Luv zu bleiben. Auftragen, 30 Sekunden einwirken lassen und sofort mit viel Wasser abspülen. Aber es wirkt und hinterher ist das Weiß tatsächlich auch wieder ein Weiß.

„Polierversuche. Was funktioniert am Besten?“

„Polierversuche. Was funktioniert am Besten?“

Danach polieren wir das gesamte Überwasserschiff mit der Polierpaste, die wir in dem Shop von der Firma Wind aus Martinique bekommen haben, eigentlich, um die Gelcoat-Reparaturstellen wieder aufzupolieren. Von zuhause haben wir uns glücklicherweise unsere Poliermaschine auch noch mitgebracht, sonst hätte dieser Schritt überhaupt nicht funktioniert. Doch das Maschinchen ist schwer und nach einem halben Tag bekommt man seine Arme nicht mehr wirklich hoch. Dafür sind wir beide nach drei Tagen auf dem besten Weg, ein Kreuz wie Arnold in seinen besten Zeiten zu bekommen. Doch der Muskelkater ist ein Muskeltiger und macht unsere Bewegungen nicht geschmeidiger. Wir sind echte Weicheier und nichts mehr gewohnt.

„Abwechselnd polieren wir beide. Das gibt Muckis!“

„Abwechselnd polieren wir beide. Das gibt Muckis!“

Demgegenüber sind die beiden folgenden Arbeitsgänge ein Spaziergang. Bei Budget Marine müssen wir dazu allerdings noch Politur und Wachs kaufen. Jedes Pülleken kostet mal eben 55$, es tut schon weh, wenn man etwas vergessen hat. Doch am Ende erstrahlt die PINCOYA wieder in einem ungeahnten, neuen Glanz.

„Hmm, nicht aufgepasst, eingefangen, aufgewickelt und durchgerissen.“

„Hmm, nicht aufgepasst, eingefangen, aufgewickelt und durchgerissen.“

„So geht es erst einmal per Hand weiter, bis der Polieren wieder repariert ist.“

„So geht es erst einmal per Hand weiter, bis der Polieren wieder repariert ist.“


Schwarzmalerei, aber wie?
Erst am Sonntag sind wir soweit, dass wir mit dem Unterwasserschiff beginnen können. Es ist ein Segen, dass wir uns die Mühe gemacht haben, gleich als die PINCOYA aus dem Wasser kam, auch alle Sockel der Seepocken abzuschaben. Das erleichtert nun die Arbeit des Anschleifen enorm, denn die Kalksockel der Seepocken lassen sich kaum wegschleifen, ohne das weichere Drumherum nachhaltig zu schädigen. Dennoch ist es eine elende Arbeit und zudem auch noch eine absolute Sauerei. Doch es hilft nichts, die oberste lose Schicht muss runter, sonst hat man an dem Neuanstrich nicht wirklich lange Freude.

„Zwischendurch ein tolles Wetterphänomen. Einen so schönen Halo sieht man selten.“

„Zwischendurch ein tolles Wetterphänomen. Einen so schönen Halo sieht man selten.“

„So wunderbar vollständig ist es schon ungewöhnlich, aber unten im Bild sieht man, dass sich sogar noch ein zweiter Halo-Ring andeutet.“

„So wunderbar vollständig ist es schon ungewöhnlich, aber unten im Bild sieht man, dass sich sogar noch ein zweiter Halo-Ring andeutet.“

Doch an welchem Antifouling hat man in der Karibik überhaupt seine Freude und was wirkt unter diesen Bedingungen wenigstens etwas? Viele setzen auf Coppercoat, aber das scheint auch kein Wundermittel zu sein und es gibt ganz unterschiedliche Berichte. Und das, was wir bei unserem Nachbarn sehen, überzeugt nach 4 Jahren nicht wirklich. Unser Unterwasserschiff ist 15 Jahre alt und sieht besser aus, auch wenn wir regelmäßig viel daran arbeiten mussten oder gerade weil wir es getan haben. Aber 15 Jahre sind ein echtes Wort gegenüber 4 Jahren.

Doch in jedem Fall kommt hier in der Karibik niemand auf die Idee, Seajet 033, das wir uns ja nun unter Mühen noch extra aus Martinique geholt haben, zu streichen. In der Karibik wird von Werften eigentlich ausschließlich Seajet 039 2-Component gestrichen, wobei die zweite Komponente ein Kupferoxid ist. Was also tun? Das 033 haben wir uns ja nun, blauäugig wie wir waren, mit einigem Aufwand extra besorgt. Und Gareth lächelt nur, als wir mit ihm über das Thema Antifouling sprechen. Außerdem haben wir mit 5 Litern viel zu wenig. Ein Holländer gegenüber hat mit 4,5 Litern gerade mal einen Anstrich hinbekommen und wir wollen mit 5 Liter unsere gleich große PINCOYA gleich zweimal streichen. Im kühlen Norden hat das ja auch hingehauen, mal abgesehen davon, ob so ein dünner Anstrich überhaupt wirkungsvoll ist 🥺. Sollen wir nun auf 039 2-Component wechseln und auf den Pott 033 pfeifen? Dann brauchen wir wenigstens 2x 039 á 330$ und können die 340€ für das 033er als Lehrgeld verbuchen. Dann haben wir vielleicht einen wirksameren Schutz, aber zusammen 1.000$ ausgegeben. Das kann es ja irgendwie auch nicht sein.

Da 033 und 039 ohne Primer grundsätzlich kompatibel sind, beschließen wir einen Kompromiss. Wir streichen einmal satt 033 und als zweiten Layer noch einmal satt 039. Vielleicht schlägt nun jeder Antifouling-Experte entsetzt die Hände über den Kopf zusammen, aber wir machen es so und werden mal schauen, was in 1 1/2 Jahren so dabei rausgekommen ist.


„Da wir den Wasserpass höher ziehen wollen, müssen wir den Bereich anschleifen, ...“

„Da wir den Wasserpass höher ziehen wollen, müssen wir den Bereich anschleifen, …“

Doch da sind wir noch lange nicht, denn erst einmal müssen wir die Erweiterung des Wasserpasses anschleifen und zweimal primern. Und allein das Schleifen und Primern zieht sich noch bis in den Dienstag.

„... die Kante wegnehmen und den Übergang zum Unterwasserschiff sauber hinbekommen.“

„… die Kante wegnehmen und den Übergang zum Unterwasserschiff sauber hinbekommen.“

„Das Anschleifen des restlichen Unterwasserschiffs ist ein Sauarbeit.“

„Das Anschleifen des restlichen Unterwasserschiffs ist ein Sauarbeit.“

„Fertig. Eine echter Schwarzarbeiter 😂.“

„Fertig. Eine echter Schwarzarbeiter 😂.“

„Dann erst einmal primern.“

„Dann erst einmal primern.“


„Die Verkabelungen in einem Schiff sind nicht immer einfach ...“

„Die Verkabelungen in einem Schiff sind nicht immer einfach …“

Zwischendrin und während der Wartezeiten für’s Aufbringen der nächsten Schichten schließen wir den Starlink final an. Auf dieser Baustelle haben wir tatsächlich an alles gedacht, doch das Verlegen und Einziehen der Kabel ist ein schreckliches Gefriemel. Den Antennenhalter nieten wir an die backbordseitige Solarpanel-Halterung und der DC-DC-Inverter kommt in die backbordseitige Backskiste.

„Nur 35° in der Backskiste, da mag man gar nicht mehr rauskommen. Aber dann ist der Starlink so montiert, wie wir es haben wollen.“

„Nur 35° in der Backskiste, da mag man gar nicht mehr rauskommen. Aber dann ist der Starlink so montiert, wie wir es haben wollen.“

Als Komfort gönnen wir uns einen Remote-Ein/Aus-Schalter im Salon, damit kann alles andere irgendwo im Verborgenen verschwinden. Den Inverter stellen wir auf 29,5V ein, dieselbe Spannung, die wir am Ausgang des 220V-Adapters von Starlink messen. Alles funktioniert auf Anhieb bestens, somit ist diese Baustelle schon mal zwischendurch erledigt.


„Propellerreinigung. “

„Propellerreinigung. “

„Der erste Layer mit 033“

„Der erste Layer mit 033“

Die beiden Antifoulinganstriche bringen wir dann zu zweit auf. Ich rolle und Astrid hält die Farbe geschmeidig, verdünnt ab und zu erneut, rührt immer wieder auf und befüllt meine Farbschale. Bei der Wärme dürfen wir nicht viel Zeit verlieren, alles muss ruckzuck und möglich schnell ohne Unterbrechung gehen. Was für ein Scheißjob!!!

„Dann der zweite Layer mit 039 2-K“

„Dann der zweite Layer mit 039 2-K“

Am Donnerstag sind wir fertig. Genau eine Woche nach unserem Plan. Allerdings haben wir auch oft nur halbtags gearbeitet, weil einfach nicht mehr drin war. Etwas neidisch gucken wir auf den Elan, mit dem Anna und Oskar, zwei junge Dänen, neben uns zur Sache gehen. Doch ganz so spurlos geht auch deren Programm nicht an ihnen vorüber. Für ein norddeutsches Seelchen ist es einfach hart, unter diesen Bedingungen zu arbeiten. Und die Jungs von der Werft machen das jeden Tag, vielleicht gewöhnt man sich doch irgendwann dran.

„Endlich, endlich, endlich fertig!“

„Endlich, endlich, endlich fertig!“


Die Werft primert und streicht dann noch den Saildrive, weil wir auch einen kleinen Pott Antfouling vergessen haben, der für Alu geeignet ist. Irgendwie haben wir uns mit dem Angebot auch überrumpeln lassen, denn für den Arbeitslohn und das Material hätten wir selbst bei Budget Marine einen großen Pott bekommen. Doch nun ja, bisher war alles, was die Werft gemacht hat, absolut gut und korrekt, ganz anders, als wir es sonst schon so oft erlebt haben. Doch diese kleinen Details lassen auch unsere ToDo- und Nicht-vergessen-Listen wachsen. Irgendwann sind sie bestimmt vollständig 🙂.

Als letzte Amtshandlung verpasst Astrid dem Saildrive noch neue Opferanoden, dann sind wir fertig und am Freitag kann es nun wirklich ins Wasser gehen. Zwar mit einer Woche Verspätung, aber die PINCOYA sieht nun wirklich wieder toll aus. Die ganze Arbeit hat sich echt gelohnt.

im Wasser in der Werft Curaçao Marine Zone
12° 06′ 31,2” N, 068° 55′ 20,2” W