Ankerspielchen
Das Wetter auf Curaçao ist nicht ganz so in Stein gemeißelt, wie wir es noch im Juni dachten. Bis Anfang Oktober passte alles noch in unser Bild, aber dann kam die Wende. Und seitdem sorgt diese Wetterwende auch für viele Wenden in den Ankerbereichen.
Im Grunde genommen ist in Spanish Water alles auf Ostwind ausgerichtet. Ein Ost, der auch mal aus Nordost oder Südost kommen kann, aber dennoch eigentlich immer sehr verlässlich aus Ost kommt. Und so sind auch die Ankerbereiche ausgerichtet und so richtet sich auch das große Feld der Ankerlieger aus. Doch nun schwächelt der Ost plötzlich und dreht tagsüber sogar mal spontan auf West. Nicht allzu stark, aber es reicht, um all das durcheinander zu bringen, was sich bis dahin so schön eingeschwungen hatte. Und dabei schwingen die Mooringlieger ganz anders herum, als die Ankerlieger. Und auch bei den Ankerliegern gibt es je nach Kettenlänge und Gewicht der Kette ganz unterschiedliche Muster. Man kommt sich näher. Mal mehr und mal weniger. Die Ordnung des Ostwinds ist in jedem Fall dahin. Doch das ist nicht das einzige Problem, denn die Ankerbereiche selbst sind ja auch mit dem Blick auf den ewigen Ostwind eingerichtet worden. Und so ankern nicht nur wir im Westen einer Untiefe.
Einige Tage geht dieses Herumgeeier noch gut und wir sitzen sogar einen Westsüdwest erfolgreich aus. Unser Echolot am Bug zeigt beruhigende 3,40m und am Heck messen wir mit dem Handecholot immer noch 2,2m. Doch während wir gerade die Kabel für die Solarpanels ziehen, kommt eine Gewitterfront auf. Einige Böen aus Westen straffen unsere Ankerkette und plötzlich zeigt unser Echolot vorn nur noch 2,2m. Spontan kommt Hektik auf! Und zu allem Überfluss beginnt es in diesem Moment auch noch wie aus Eimern zu schütten! Langsam wird die PINCOYA immer weiter auf das Flach gedrückt. Wir sind nicht die einzigen mit Problemen.
Also Motor an, vorwärts und Anker auf. Doch es ist schon zu spät. Wir sitzen auf. Im Zeitlupentempo löst sich die PINCOYA dann doch noch. Anker hoch und weg sind eins. Aber wohin? Überall herrscht inzwischen ein ziemliches Durcheinander. Die Suche nach einem neuen Plätzchen ist gar nicht so einfach. Alle liegen nun irgendwie im Westwind, aber wie dreht sich das Ganze wieder zurück? Mooring-Lieger, unterschiedliches Ankergeschirr mit unterschiedlich schweren Ketten in unterschiedlichen Längen, die sich mal mehr oder weniger gradlinig gestrafft haben, und Leidensgenossen, die schon mal einen Teil ihrer Kette eingeholt haben, machen es schwer, Bereiche auszumachen, die später immer noch frei sind.
So drehen wir einige Kringel in vermeintlich passenden Bereichen, messen die Entfernungen zu den Nachbarn und versuchen uns vor allem zu merken, wo es wie tief ist. Die Seekarte von Spaanse Water hilft da nur bedingt, denn außer den Konturen der Ufer passt da recht wenig zusammen. Bei vielen Nachbarn läuft der Motor und einige fummeln auch an ihren Ketten herum, um ihrem nächsten Nachbarn nicht zu nahe zu kommen. In vermeintlich sicherem Abstand und in einer vermeintlich ausreichenden Tiefe ankern wir erneut. Alles sieht zunächst ganz gut aus, aber wir haben die Rechnung ohne die Gewitter gemacht.
Wieder drücken uns neue Böen herum und straffen unsere Kette. Und natürlich schüttet es in diesem Moment auch gleich wieder wie aus einer Schwalldusche. Doch das ist ja egal, wenn es tagsüber eh immer um die 30° hat. Doch die nächste Untiefe lauert schon auf uns. Dann ballern auch noch zwei dieser Scheißmotorboote vollkommen rücksichtslos durchs Ankerfeld. Alle Boote beginnen zu tanzen und die PINCOYA macht mit und beginnt sich wippend aufzuschaukeln. Und dann … eins, zwei und rumms. Dann noch mal – rumms! Durch den Schwell dieser Vollidioten setzt die PINCOYA mit dem Ruder auf. Wir haben uns über eine Untiefe gedreht, zu der wir eigentlich 20m Abstand haben sollten. Ohne die Idioten hätte es gepasst, aber so geht das auch nicht.
Also schnell weg und Anker hoch. Guter Rat ist teuer. Egal, wir gehen etwas raus aus den Ankerbereichen und ankern einfach zwischen den Bereichen A und B. Dort liegen wir nun zwar direkt in der Einflugschneise all der Powerboat-Vollidioten und Jet Ski-Machos, aber egal. Wir müssen erst einmal abwarten, bis sich wieder alles sortiert hat.
Am nächsten Morgen sehen wir, dass ein großer Katamaran aufgebrochen ist. Ob der nun dort an der Mooring gelegen oder geankert hat, wissen wir nicht so genau. Also hin, der Platz ist gut! Doch nachmittags kommt der Katamaran zurück und er hat an der Mooring gelegen, neben der wir nun gerade so schön ankern. Der Typ ist tiefenentspannt und meint, dass das alles schon so noch passt. Doch als wir nur noch 2m Abstand haben, besprechen wird die Sache noch einmal neu und er ist nun auch der Meinung, dass es »perhaps a bit close« sein könnte. Also dreht er noch einmal eine Runde, sodass wir unseren Anker aufnehmen können.
Nun ankern wir innerhalb 24 Std noch ein 5tes Mal um. Doch der Katamaran-Typ kennt sich aus. »Just drop your anchor close to the blue one. It’s deep enough all around.« Es ist eng, aber dort liegen wir nun tatsächlich seit 10 Tagen. Die Windkapriolen haben uns inzwischen mehrfach im Kreis gedreht, doch nachdem der anfängliche Hurricane Melissa nun wenigstens für die ABC-Inseln durch ist, hat der Wind auch wieder auf Ost gedreht und ordentlich aufgefrischt. Mal sehen für wie lange. Zu lange wollen wir ja auch nicht mehr bleiben. Aber nun treibt dort draußen erst einmal Melissa ihr Unwesen. Mal sehen, was Melissa von unseren Plänen übrig lässt.
Dinghy drift
Die östlichen Bereiche von Spanish Water sind für Ankerlieger grundsätzlich tabu, solange nicht ein echter Hurricane heranzieht. Und sie sind weitgehend »naturbelassen«, wenn man mal von den Jet Skis absieht, denen dieser Bereich als Rennstrecke dient, wenn sie in den Ankerbereichen genug herumgeballert sind. Wie das dazu passt, dass im Osten Manatees und Schildkröten leben sollen, deren Rückzugsbereich erhalten bleiben soll, verstehen wir zwar nicht ganz, aber sei’s drum. Umweltschutz und Tourismus haben ja nicht immer dieselben Interessen.
Von dem Kabrietenberg hatten wir schon mal einen Blick in den Osten geworfen und nun wollen wir mit dem Dinghy dort mal eine kleine Runde drehen. Zunächst fahren wir die östlichen Buchten ab, um auch mal vom Ankerbereich D einen Eindruck zu bekommen. Das dauert, denn mit 2,3 PS kommen wir nicht wirklich schnell voran.
Der hintere Bereich von Spanish Water ist kaum erschlossen. Hier ist es wirklich ruhig, solange keine Jet Skis durch die naturbelassenen Buchten jagen. Mehrmals tuckern wir gegen den Wind bis ans gegenüberliegende Ufer und lassen uns dann treiben. Unsere kleine persönliche Dinghy Drift. Manchmal dauert es länger, manchmal geht es etwas schneller, doch irgendwann erreichen wir immer wieder ein westliches Ufer, müssen neu ansetzen oder kleine Kurskorrekturen vornehmen. Es ist beschaulich und wir genießen die Zeit, uns einfach mal treiben zu lassen.
„Der Tafelberg im Osten von Spanish Water. Dort wird seit über 100 Jahren Kalkstein abgebaut. Das Curaçao Calcium Carbonate ist besonders rein.“
Blackout
Eigentlich läuft es nun wieder ziemlich rund. Die größten Basteleien sind fertig und unser Cruising-Alltag schwingt sich so langsam wieder in bekannte Bahnen ein. Besonders unsere Energieversorgung scheint nun auf guten Füßen zu stehen, obwohl wir immer noch nicht wissen, wieviel unsere Lithiums nun wirklich geladen sind, weil wir den neuen Shunt noch nicht kalibrieren konnten. Doch unser Alltagsleben mit all dem elektrischen Drum und Dran funktioniert gut, auch für’s Wassermachen scheint genug Energie da zu sein.
So machen wir in Spanish Water noch einmal 2,5 h Wasser. Der Shunt war am Vormittag auf 100% gesprungen. Aber vielleicht hätten wir doch lieber mal auf alle Parameter achten sollen. Und so kommt es, wie es kommen muss, wenn man sich in Sicherheit wiegt und einem das ständige Kümmern der letzen Wochen noch ordentlich zum Hals raushängt. Zum Abend laden wir noch einmal die Notebooks und zack, plötzlich sitzen wir im Dunkeln. Blackout! Nichts geht mehr!.
„Und schon ist nicht nur die Entspannung dahin, sondern auch die Spannung der Batterien. Die sind nun sozusagen entspannt, was man von uns nun nicht mehr sagen kann.“
Auf den Handys sehen wir, dass die Niederspannungsabschaltung des Batteriemanagers der Lithiums zugeschlagen hat. Der schützt die Lithiums davor, dass sie durch eine Tiefenentladung keinen Schaden nehmen. Aber warum jetzt? Haben wir wirklich so viel Energie verballert? Oder sind wir mit fast leeren Batterien aus der Marina gestartet? Landstrom hatten wir nur, als wir hoch und trocken standen. In der Marina dann nicht mehr, obwohl wir ja erst dort das Theater mit dem alten Shunt hatten. Und nachdem das erledigt schien, wollten wir weg und dachten, dass wir schon genug Input durch die Sonne haben. Nun ja, das ist bis heute Abend ja auch gut gegangen, doch nun sitzen wir im Dunkeln.
Also holen wir den Generator raus. 2,5 Liter Benzin haben wir ja noch. Das ist nicht eben viel, aber heute waren wir auch noch zu faul, zur Tanke zu fahren. Faulheit rächt sich übrigens immer genau dann, wenn man es gar nicht gebrauchen kann. Aber 2,5 Liter reichen erst einmal für wenigstens 4 Stunden, damit sollten wir uns retten können und bis morgen hinkommen.
Aber wieso haben wir Deppen nicht besser aufgepasst? Klar, hinterher ist man ja immer schauer, findet aber auch immer prima Erklärungen, warum es eben so kommen musste, wie es nun gekommen ist. Die Luft war einfach raus und als unser Bordalltag wieder normal zu werden schien, war das allemal besser, als sich schon wieder um irgendetwas zu kümmern. Und genau das ist eben der große Unterschied zum Landleben. Auf dem Wasser ist man für alles selbst verantwortlich. Nicht nur offshore, wo weit und breit eh niemand ist, der einem helfen könnte und man dem einzigen, der Probleme lösen kann, schon mal gleich morgens, wenn man ihn im Spiegel sieht, aufmunternd zureden kann. Das ist in seiner ganzen Konsequenz schon manchmal etwas anstrengend, gerade wenn es dicke kommt. Aber am Ende auch ein schönes Gefühl der Sicherheit und Unabhängigkeit. Wenn man so wie wir unterwegs ist, kann man allenfalls in einer Marina oder in einer Werft noch etwas delegieren, was einem die Verantwortung aber auch nicht abnimmt. Ganzheitlich verantwortlich ist man immer selbst, denn spätestens nach den nächsten hundert Seemeilen ist man mit alten und neuen Problemen doch wieder allein und die Experten sind in sicherer Entfernung unerreichbar.
Unser kleiner Honda springt sofort an und läuft tadellos. Nur gut, dass wir die Vergaserreinigung nicht auch aufgeschoben haben. Genau das ist auch so ein Ding. Niemand anderes schert es, wenn unser Generator nicht läuft, auch darum muss man sich selbst kümmern und glücklicherweise haben wir uns ja auch gekümmert. Wenigstens etwas, sonst hätten wir nun noch dümmer aus der Wäsche geguckt und hätten nur noch die Lichtmaschine des Motors als Rettung gehabt. Es ist echt schlecht, wenn es nur eine Rettung gibt, die dann auch noch funktionieren muss. Wir mögen es, wenigstens zwei Optionen zu haben. Doch der kleine Honda läuft und schon nach fünf Minuten schaltet der Batteriemanager die Versorgung wieder frei. Wir lassen den Generator noch zwei Stunden laufen. 70A gehen rein. Mit der Ladung sollten wir über die Nacht kommen. Morgen müssen wir dringend Benzin holen und mal auf die übrigen Parameter unserer Energieversorgung gucken.
In der Nacht checken wir alle zwei Stunden die Bordspannung und die Zellspannungen der Lithiums. Üppig ist das alles nicht, die Lithium müssen fast komplett leer gewesen sein. Am Morgen beginnen wir erneut mit dem Laden. Erst mit dem Motor und dann, nachdem wir Benzin geholt haben, auch wieder mit dem Generator.
Während der eine oder andere brummt, haben wir genug Zeit, uns mit den Spezialitäten unseres neuen Shunts zu beschäftigen. Und mal ganz abgesehen davon, dass wir mit fast leeren Batterien aus der Marina gestartet sind und den Shunt auch noch nicht mit einer Vollladung kalibrieren konnten, finden wir heraus, dass der Shunt für uns mit seinen Grundeinstellungen gar nicht vernünftig arbeiten kann. Das würde er tun, wenn wir unsere Batterien konstant via Landstrom oder einem Generator laden, aber genau das tun wir ja eigentlich nie. Wir laden unser Lithiums ausschließlich mit Wind- und Solar-Energie und die ist eben für die Grundeinstellungen des Shunts viel zu volatil. D.h. mit jeder Bö und jeder Wolke verändert sich der Ladestrom und damit auch die Ladespannung. Details hierzu würden den Rahmen sprengen, aber am Ende passen wir drei Grundeinstellungen an, anhand derer der Shunt eine Vollladung feststellt. Mal sehen, wie das nun passt, die Zeit wird es zeigen.
Um unsere Nachbarn nicht zu sehr zu nerven, verschieben wir die Restladung auf den nächsten Tag. Und mittags ist es dann tatsächlich soweit, die Lithiums erreichen ihre Ladeschlussspannung und die Charger gehen in die Erhaltungsspannung über. Fertig und voll bzw. voll fertig 😥! Damit haben wir den Punkt erreicht, an dem wir den Shunt kalibrieren können. Parallel dazu überarbeiten wir unsere Tabelle der Energiestatistik, die wir ja seit Anfang des Jahres führen, um unsere Energieversorgung nicht nur gefühlt toll zu finden, sondern auch mal ein paar harte Zahlen sprechen zu lassen. Der neue Shunt von Victron ist viel »gesprächiger« als der alte von Philippi, einige sinnvolle Parameter kommen nun mit in unsere Statistik, um besser den Überblick zu behalten.
Melissa
Obwohl uns der Blackout ja nun wieder blöd erwischt hat, sind wir grundsätzlich immer noch auf dem Sprung. Doch seit etwa Mitte Oktober rechnen die Wettermodelle ECMWF und auch GFS in ihren Vorhersagen eine tropische Welle im Osten der Karibik über dem Atlantik aus. Das verheißt nichts Gutes, auch wenn die Welle noch sehr unscheinbar aussieht. Einige Ankerlieger verabschieden sich aus Spanish Water, um noch vorher nach Kolumbien zu entkommen, denn diese Welle scheint diesmal nicht nach Norden abzubiegen, wie es bisher alle Hurricanes getan haben, sondern auf Kurs zu bleiben.
Wir beschließen, erst einmal abzuwarten. Auf Curaçao liegt man ja grundsätzlich günstig, sofern ein Hurricane die ABC-Inseln nicht direkt trifft. Denn wenn ein Sturm im Norden durchzieht, liegen die ABC-Insel immer auf der »harmlosen«, in Zugrichtung linken Seite. Was sich natürlich relativiert, wenn sich erst einmal ein echter Hurricane ausgebildet hat, aber noch ist die Welle eine Welle und kein tropischer Sturm.
Doch mit der Zeit nimmt das Ganze Formen an. Bei der NOAA bekommt die Welle eine Wahrscheinlichkeit von >60%, dass sich daraus ein Sturm entwickelt. Und so entwickelt sich die Welle schon am Sonntag zu einem tropischen Sturm und bekommt den temporären Namen 98L.
Was dabei etwas ungewöhnlich ist, sind die großen Unterschiede in den Vorhersagen von ECMWF und GFS. ECMWF lässt 98L vor Nicaragua zu einem Major-Hurricane wachsen und dann direkt über Jamaica, Cuba und die Turk Islands ziehen, während GFS den Hurricane ziemlich schnell über Hispaniola nach Nordosten auf den Atlantik abziehen lässt. Die NOAA schreibt von großen Unsicherheiten, schließt sich dann allerdings nach und nach der Version von ECMWF an. Im Nordwesten von Curaçao wird aus 98L dann der Hurricane Melissa und der verstärkt sich weiter. Bei CNN lesen wir, dass dieses Jahr das Wasser der Karibik so warm ist wie noch nie. Auch wir messen 30° Wassertemperatur. Eine Auswirkung der globalen Erwärmung, aber auch eine Folge, dass diese Saison noch kein Hurricane in die Karibik gezogen ist und für eine Durchmischung mit dem kühleren Tiefenwasser gesorgt hat. CNN beschreibt das ganz anschaulich, dieses extrem warme Wasser ist wie Raketentreibstoff für die Entwicklung eines Major-Hurricanes ist.
„Oben links ECMWF, oben rechts GFS. Und es kommt so dicke und noch dicker, wie es ECMWF vorhergesagt hat.“
Inzwischen ist Melissa zwar im Norden der ABC-Inseln durchgezogen und wir haben nur einige Sturmböen, viele Gewitter und einigen Regen abbekommen. Ansonsten ist es mehr oder weniger ruhig geblieben. Doch Melissa entwickelt sich und im Augenblick sieht alles danach aus, dass Melissa Jamaica als Major Hurricane treffen wird. Bleibt nur zu hoffen, dass es für Jamaica, Cuba und die Turks doch noch durch irgendeinen glücklichen Zufall etwas glimpflicher abgeht. Allerdings sieht es zurzeit nicht danach aus.
Doch mit zunehmender Stärke bestimmt Melissa auch weiterhin unser Wetter und auch gleich das der gesamten Südwest-Karibik. Ihr riesiger Wirbel wirkt wie ein Staubsauger. So weht nun vor der kolumbianischen Küste von Panama aus kommend ein Südwestwind, der es uns ziemlich unmöglich macht, Panama in absehbarer Zeit zu erreichen. Und für Jamaica scheint es mehr als dramatisch zu werden, denn Melissa bewegt sich nur sehr sehr langsam und wird einige Tage direkt vor und über Jamaica verharren.
Dennoch wird es für uns nun erst einmal weiter nach Aruba gehen, denn bis Aruba soll uns der Ostwind mit einigen Aussetzern erst einmal erhalten bleiben. Blöd wäre auf Aruba ein Süd oder Südwestwind, aber aktuell sieht es nicht danach aus, dass Melissa zurückkommt.
Spanish Water B II, Curaçao
12° 04′ 47,1” N, 068° 51′ 32,5” W






















