„Und noch einmal geht's raus. Ungeplant, aber gut, dass wir auf Aruba noch einmal die Möglichkeit haben.“
Um kurz vor acht chattet uns Captain Paul an, um zu sagen, dass alles bereit sei. So nehmen wir den Anker auf und fahren zur Slippe, wo schon vier Leute warten. Die PINCOYA wird genauso wie auf Curaçao mit einem hydraulischen Trailer aus dem Wasser gehoben. Ein tolles Prinzip. Warum sich das bisher nicht weiter durchsetzt hat und wir es hier zum ersten Mal sehen, verstehen wir nicht. Eigentlich eine total einfache Sache, ohne dass das Rigg oder irgendetwas von den Aufbauten Probleme machen könnte.
„Das Prinzip mit dem Hydraulik-Trailer ist absolut super. Auf der PINCOYA ist sonst immer der Geräteträger im Weg oder wir müssen das Vorstag am Bugspriet abnehmen.“
Schnell steht die PINCOYA auf ihrem Platz und wir können damit beginnen, die Seepocken abzukratzen, die sich unseren Rumpf inzwischen schon wieder als neues Zuhause ausgesucht haben. Eine Unterwasserschiffreinigung mit dem Hochdruchreiniger wollten wir auf keinen Fall, da sonst gleich wieder die Hälfte des neuen Antifoulings weggewesen wäre. Aber die Seepocken müssen runter, solange noch alles wenigstens etwas feucht ist.
Da es inzwischen kurz vor 9:00 ist, verabschiedet sich Astrid, um mit Judith das Paket abzuholen. Wir sind skeptisch, ob die ganze Sache heute nun endlich zu einem guten Ende kommt oder uns wieder neue Ausreden aufgetischt werden.
Die abenteuerliche Paketreise der Capitana
Und nun schreibt die Capitana, wie es ihr ergangen ist, denn der Schiffsjunge hat ja Office-Verbot und muss sich außerdem noch um die Seepocken kümmern.
Da wir noch eine Zugangskarte für das Werftgelände brauchen, ist das genau die richtige Gelegenheit, um schon einmal mit allen Unterlagen – auch für den anstehenden Postgang mit Judith – im Office vorbeizuschauen. Als ich das Office betrete und strahlend »Good morning« trällere, sehe ich, wie sich Judiths Augen bestürzt weiten. »Oh, you are much too early«. Vor Schreck vergisst sie jegliche Begrüßung. Ich schäme mich ein bisschen über meine heimliche Freude, sie überrumpelt zu haben. Kurz nach 9h wäre eine gute Zeit, sagt sie. Wir müssten ja auch noch auf den Fahrer warten. Oh – mit Chauffeur, denke ich. Das kann ja was werden. Drei Leute für ein Paket, das muss gelingen und kann gar nicht mehr anders.
Als ich um kurz nach 9h mit allen Unterlagen wieder im Office stehe, fehlt allerdings immer noch der Fahrer. Also setze ich mich im Office auf die Couch und warte. Das hält den Druck der Dringlichkeit ganz wunderbar aufrecht. Bestimmt wird so auch bald etwas passieren. Doch es fühlt sich nicht gut an, zum Nichtstun verurteilt zu sein. Die Zeit drängt, wir haben einen straffen Zeitplan.
Irgendwann wedelt Judith dann mit einem Stapel ausgedruckter Formulare herum und signalisiert mir und einem jüngeren Mann, der zwischenzeitlich eingetroffen ist, dass es losgehen kann. Doch kaum sitzen wir im Auto, folgt auch schon die erste Überraschung: Judith setzt sich ans Steuer und der vermeintliche Fahrer, die namenlose No. 3, darf auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Das Ganze erschließt sich mir nicht wirklich, aber egal, solange ich am Ende unserer Tour das Paket in den Händen halte, soll mir alles recht sein.
Doch als wir alle im Auto sitzen, geht es noch lange nicht los. Judith schickt No. 3 noch einmal zurück ins Office, woraufhin er mit Reinigungstüchern zurückkommt. Nun reinigt Judith erst einmal hingebungsvoll das Lenkrad, die Armaturen, die Radio-Knöpfe und alles, was man so beim Autofahren berühren muss. Danach geht es dann tatsächlich los.
Unser erster Stopp ist aber nicht das Post Office, sondern Judith hält vor der Einfahrt eines privaten Hauses, wo No. 3 eine Mission zu erfüllen hat, die wohl eher nichts mit unserem Paket zu tun hat. Was er macht, bleibt im Dunkeln, aber nach fünf Minuten ist er wieder zurück und es kann weitergehen.
Als nächstes kommen wir tatsächlich beim Post Office an. Wunderbar. Nun gehen die Dinge voran! Ich will aussteigen, aber das klappt nicht. Eine mehrfache Kindersicherung versperrt mir den Zugang zu unserem Erfolg, den ich schon zum Greifen nah vor mir sehe. Etwas hilflos versuche ich es mit einem Witz »I feel like a prisoner…«, aber wie schon auf der bisherigen Fahrt ist die Stimmung nicht besonders entspannt und so bleibt mein sparsamer Witz irgendwo in dieser Stimmung stecken. Doch egal. No. 3 öffnet mir die Tür, lässt mich raus und setzt sich wieder ins Auto.
Hmmm… was passiert nun? Nun stehe ich wie Puttchen Brammel in der prallen Sonne vor dem Auto und frage mich, wann Judith denn nun gedenkt auszusteigen. Allein kann ich ja schlecht ins Post Office gehen, ich hab keine dieser magischen Unterlagen, die hat nur Judith. Und laut den Post- und Zolldamen darf unser Paket ja ohnehin nur Judith ausgehändigt werden. Was also nun?
Nach einer gefühlten Ewigkeit tut sich etwas im Auto und No. 3 steigt aus. Er zeigt mit einem Stapel von Formularen auf das Post Office und nuschelt etwas, das ich dahingehend interpretiere, dass wir beide nun gemeinsam in die Post gehen. Es scheint so, dass No. 3 der Assistent von Judith ist und nun die Post-Mission für sie zu erledigen hat.
Na dann, ist mir ja auch wurscht, Hauptsache, es geht weiter. Doch No. 3 scheint mit der Post Neuland zu betreten. Schon im Eingangsbereich, wo die Security steht und man eine Nummer ziehen muss, will er gleich weiter Richtung Schalter. Natürlich wird er von dem Security-Mann aufgehalten. So geht das nämlich schon mal gar nicht. Heieiei. Ich mache mir Sorgen, nicht, dass er den nun zum Greifen nahen Erfolg noch durch seine Paddeligkeit vermasselt.
Als wir dann zusammen am Schalter stehen, reicht er der Schalter-Dame die Papiere, sagt einen Satz, den ich nicht verstehe, nickt mir zu, dreht sich um und verschwindet. Und jetzt ⁉️ War es das für No. 3?!? War das sein großer Auftritt im Finale? Ich schaue ihm etwas verdutzt hinterher.
Nun denn, verstehen muss man das alles nicht, ich will ja nur unser Paket! Nun prüft die Postdame die Papiere und tippt etwas am Computer, verschwindet hinter einer Tür, taucht wieder auf, fragt nach meinem Reisepass, macht wieder etwas am Computer, verschwindet wieder hinter der Tür und kommt dann mit einem Paket in der Hand zurück.
Yeah! Das sieht gut aus❗️Noch eine Unterschrift und schon landet das Paket in meinen Händen. Ha! Geschafft‼️ Das denke ich wenigstens, und gehe zurück zum Auto, wo Judith und No. 3 auf mich warten. Zufrieden halte ich unser Paket auf der Rückfahrt fest. Und mir ist es in diesem Moment auch total egal, dass Judith uns mit ihrem ganzen Tamtam und den Falschaussagen, dass nur die Marina und im Besonderen nur sie persönlich das Paket in Empfang nehmen dürfe, vollkommenen Blödsinn erzählt hat.
Doch als wir auf dem Rückweg dann an der Marina vorbeifahren, werde ich stutzig. Nanu? Was ist nun noch? Und ich halte unser Paket unwillkürlich noch etwas fester in meinem Arm. Was passiert jetzt? Das Paket habe ich wenigstens sicher. So glaube ich es wenigstens. Letztlich hält Judith vor dem Zoll-Gebäude im Barcardera-Port, wo wir mit der PINCOYA schon vor etlichen Wochen eingecheckt haben. Häh? Ein weiteres Paket für jemand anders? Der Zoll sitzt in der City in demselben Gebäude wie die Post. Und genau dort habe ich vor 15 Minuten unser Paket von der Postdame direkt aus dem Zoll in Empfang genommen. Und nun will No. 3 unser Paket haben und damit im Zollgebäude verschwinden. Ist der irre? Oder sind es vielleicht beide?
Ich hadere mit mir und will das Paket eigentlich nicht wieder hergeben. Sollte ich vielleicht einfach mitgehen? Aber da ist diese Kindersicherung… so einfach aussteigen und mitgehen ist nicht. Notgedrungen übergebe ich unser Paket mit einem unguten Gefühl an No. 3 und bete zum Himmel, dass er es am Ende nicht doch noch versemmelt.
Ich frage Judith, warum sich nun erneut der Zoll mit unserem Paket beschäftigen muss, aber sie weiß es nicht, und sagt, es seien verrückte Regeln, die man nicht verstehen kann und einfach befolgen müsse. Aha, nun denn, so eine Aussage schafft echtes Vertrauen…
Wenige Minuten später kommt No. 3 mit einem Zollbeamten und unserem Paket wieder heraus. Der Zollmann schaut bei Judith ins Fenster und fragt etwas, was nur ich beantworten kann. Daraufhin erzähle ich ihm, dass wir die Besitzer der Yacht PINCOYA sind und als Yacht-in-Transit dringend wegen einer notwendigen Reparatur auf das Paket warten, aber dann auch sofort weitersegeln wollen und von Aruba verschwinden. Der Beamte denkt kurz über meine Aussagen nach, nickt und gibt das Paket wieder ins Auto zurück und so landet es wieder in meinen Armen.
Verstehen muss man das alles nicht und verstanden hat das mit Sicherheit auch niemand in der Marina und am allerwenigsten Judith.
Und dann geht es tatsächlich zurück zur Marina und es scheint so, dass unser Paket nun wohl alle notwendigen und auch sinnlosen Schritte und Instanzen erfolgreich durchlaufen hat. Mir wird zum letzten Mal die Autotür geöffnet. Geschafft❗️
Schon an der Schranke zur Werft halte ich das Paket wie einen Pokal hoch und winke in Richtung PINCOYA und zu Martin herüber. Dass man sich so über eine Paketzustellung freuen kann, habe ich bisher nicht für möglich gehalten. Aber auch die kleinen und eigentlich selbstverständlichsten Alltagsdinge können eine ungeahnte Freude bereiten.
Und am Ende kostet uns das ganze Buhei in der Marina noch einmal 98$. Der Transport durch die Post hat nur 25€ gekostet. In Summe ein für uns richtig mieses Kosten-Nutzen-Verhältnis, was wir in unseren kühnsten Träumen weder geahnt noch gewollt haben.
Derweil in der Werft
Während die Capitana auf ihrer Abenteuerreise ist, widme ich mich den Seepocken. Und nachdem ich die Seepocken mit einem Spachtel abgekratzt habe, reinige ich noch den Wasserpass. Es ist unübersehbar, dass die PINCOYA mehr herumgelegen hat als dass sie gesegelt ist.
„Alle Kette raus, damit wir sie umdrehen können. Das geht nur auf dem Trockenen. So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe.“
Als zweites lasse ich die gesamte Ankerkette herunter, um sie umzudrehen. Erst vor einigen Tagen haben wir bemerkt, dass einige Bereiche unserer 10mm-Ankerkette doch inzwischen sehr verschlissen sind. An diesen Stellen haben die Kettenglieder nur noch 8 bis 9mm. Bisher hatten wir uns in Sicherheit gewiegt, weil wir immer nur nachgemessen haben, wenn die Kette entweder eingeholt oder ausgebracht war. So haben wir entweder die ersten Meter direkt am Anker oder den Abschnitt um die 40m geprüft. Und so lag der eigentlich kritische Bereich entweder unter den ersten Metern der Ankerkette im Ankerkasten oder war außenbords im Wasser, weil wir eben geankert haben.
Dass wir uns nun die Kette mal während eines Anker-auf-Manövers näher angesehen haben, während dessen man eigentlich anderes zu tun hat, als sich um die Maße seiner Ankerkette zu kümmern, war eher eine günstige Fügung.
So haben wir festgestellt, dass unsere Kette zwischen 23m und 36m am stärksten verschlissen ist. Im Nachhinein und mit etwas Überlegung ist auch klar, warum. Dieser Bereich ist schlicht am meisten in Bewegung, wenn wir ankern. Da wir immer nach dem Motto ankern, dass möglichst 25m Kette auf dem Meeresboden liegen, sind dies genau die Meter des »freien Bereichs«, der vom Bug der PINCOYA nach unten auf den Meeresboden reicht. Und in diesem Bereich, so nun unsere Theorie, sind die Kettenglieder eben ständig in Bewegung und bewegen sich ununterbrochen in sich selbst, was schlussendlich wohl für den Verschleiß gesorgt hat.
Unsere Kette ist inzwischen 7 Jahre alt und wir haben seit 2019 ganz locker mehr als 1.400 Nächte vor Anker gelegen. Da gab es viel Gelegenheit zu verschleißen.
Wenn man hört, wie eine Ankerkette über den Meeresboden schrabbelt, geht man unwillkürlich davon aus, das genau diese Kettenglieder am ehesten verschleißen. Doch das ist ein Trugschluss, auch wenn sich an diesen Kettenglieder natürlich die Galvanisierung schnell abschrabbelt, denn meist ankert man ja doch nicht über einem weichen Modderboden. Doch der eigentliche Verschleiß findet im Bereich der freihängenden Kette statt, dort, wo die Kettenglieder in sich selbst arbeiten und nicht in dem Bereich, der mehr oder weniger unbelastet die meiste Zeit auf dem Meeresboden herumliegt.
Deswegen haben wir nun beschlossen, unsere Ankerkette doch umzudrehen. Da wir 80m Kette haben und eigentlich immer nur die ersten 40m nutzen, haben wir so wieder die volle Kettenstärke im täglichen Einsatz. Bei Sturm, wenn wir mal 50, 60 oder 70m rauslassen, würde natürlich auch wieder der geschwächte Teil zum Einsatz kommen, aber das ist nun mal so und muss ja auch nur noch für 2026 halten. Wenn wir wieder zuhause sind, gibt’s eh eine neue Ankerkette. Solange muss die alte nun noch halten.
Als ich gerade die Kette ausmesse, um auch die Markierungen umzutauschen, kommt mir die Capitana freudestrahlend mit unserem Paket entgegen. Was für ein Wunder! Endlich hat es geklappt. Nun können wir auch mit dem Saildrive beginnen, denn nun haben wir sicher die Ersatzdichtungen.
Der Saildrive
Es ist das erste Mal, dass wir den Saildrive auseinandernehmen. Da liegt schon etwas Anspannung in der Luft. Während ich erst einmal den Propeller demontiere, kümmert sich die Capitana um die korrekten Längen und Markierungen der Ankerkette.
Danach saugen wir das Öl aus dem Saildrive, binden einen Eimer für das Restöl außen unter ihn und lösen die Schrauben des Wellendeckels. Der sitzt einigermaßen fest, lässt sich dann aber doch lösen. Das Restöl läuft in den Eimer und mit einer leichten Drehung können wir die Welle ganz einfach aus dem Saildrive nehmen. So weit so gut.
Nachdem wir die Welle aus dem Deckel gezogen und alles etwas sauber gemacht haben, können wir einerseits die Simmerringe gut sehen, aber die Welle hat auch deutliche Einlaufspuren. Daran können wir im Augenblick nichts ändern, die neuen Simmerringe müssen erst einmal reichen. Doch wie kommen wir an sie heran?
„Die braunen Simmerringe sind unser Problem, aber davor sitzt das achterliche Lager der Welle. Und das ist eingepresst.“
Die beiden Simmerringe sitzen in dem Gehäusedeckel, doch davor sitzt das achterliche Wellenlager, was in den Deckel eingepresst wurde. Theoretisch ist uns die ganze Sache schon klar, aber nun stellt sich die Frage: »Wie bekommen wir das Lager mit Bordmitteln heraus?«. Es ist eingepresst, doch wir können es auch nicht nur um einen Hunderstelmillimeter lösen, obwohl wir versuchen, es mit einer mehr oder weniger passenden Nuss unseres Knarrensatzes auszutreiben. No way! Nix bewegt sich.
Also chatten wir noch einmal mit Peter von der Ruby Tuesday. Peter hat uns schon im Vorfeld der Reparatur viele Tipps gegeben und ein Reparatur-Video geschickt. Auch Peter hat diese Reparatur schon gemacht. Doch guter Rat ist teuer. Ohne Kniehebelpresse sind wir im wahrsten Sinne des Wortes zu macht- und kraftlos, um das Lager herauszudrücken.
Doch immerhin sind wir auf einer Werft, und auch wenn es hier keine offizielle Volvo Penta-Vertretung gibt, diese Probleme sind nicht motorenspezifisch, sondern allgemeines Mechanikerhandwerk. Uns fehlt nur das richtige Werkzeug. Also spreche ich mit Richy, der überhaupt kein Problem darin sieht, dass sein Mechaniker unser Problem schnell lösen kann. Aber er sagt auch: »He’s an absolut expert, but he’s special.« Wir sollen den Mechanic ansprechen und alles einfach in seine Hände geben.
Eigentlich hätte ich gerne zugeschaut, wie er es am Ende macht und auch sichergestellt, dass er die Distanzscheiben auch wieder richtig einsetzt. Aber der Mechanic ist wirklich »a bit special«, denn niemand darf das Heiligtum seiner Werkstall betreten. So geben wir ihm den Gehäusedeckel und die neuen Simmerringe. Er sieht sofort, dass wir OEM gekauft haben und versichert uns, dass er natürlich um die Wichtigkeit der Distanzringe weiß und es auch gleich machen wird. Aber allein, ohne dass wir zuschauen dürfen.
Nach einer halben Stunde kommt er mit dem fertigen Teil und den alten Simmerringen zu uns. Er schaut sich den Saildrive an, sagt: »That’s ok!«, nickt, gibt uns noch einige Tipps und zieht wieder von dannen. Mit dem Segen des Altmeisters bauen wir alles wieder zusammen. Und es dämmert schon, als wir so langsam fertig werden. Morgen müssen wir nur noch das neue Öl auffüllen, dann sollte wieder alles gut sein. Für wie lange ist die Frage, denn die Welle ist im Bereich der Simmerringe eingelaufen.
Das war schon mal ein absolut erfolgreicher Tag. Die Seepocken sind ab, der Wasserpass ist wieder sauber, die Ankerkette ist gedreht, das Paket ist zu uns gekommen und der Saildrive ist repariert. Nun kann es endlich weitergehen. Das wird auch wirklich mal Zeit. Und das Schöne ist ja, dass in dem Paket nicht nur die Simmerringe waren, sondern auch noch einige andere Ersatzteile. So kann es nun auch an der ein oder anderen Baustelle vorangehen und Musik hören können wie auch wieder, denn auch ein neues Kabel für die Verbindung von iPad und Radio war dabei.
Nun der Rest
Varadero Marina -> Surfside Beach -> Malmok Beach -> Bucuti Canal
Distanz: 18,1 sm – Gesamtdistanz 2025: 5.639,3 sm
Der Rest ist schnell erzählt. Am Donnerstag füllen wir das Öl auf, zahlen viele ungeplante Dollar an die Marina und die Werft und werden gegen Mittag wieder ins Wasser gesetzt.
„Das Office, in dem Judith residiert und in dem dann auch unsere ganzen hübschen Dollar verschwinden.“
Unser Plan ist, die letzten Tage auf Aruba einfach vor dem Surfside Beach zu bleiben, doch das geht nicht, denn nach 24h sind wir von den Shuttle-Booten, dem Flughafen, den Bars und den Jet Skis so entnervt, dass wir doch noch einmal vor den Malmok Beach fliehen. Es ist uns ein absolutes Rätsel, wie es manche Segler vor dem Surfside Beach Wochen aushalten. Und das ganz ohne Not, denn es gibt ja Alternativen.
Vom Malmok Beach aus radeln wir noch einmal zu Super Food, um etwas einzukaufen.
„Und es ist nun auch mal Zeit für einen neuen Adenauer. Unsere zweite Runde wollen wir ordentlich beginnen.“
Zwischendurch peilen wir die Lage, wann sich ein gutes Wetterfenster für Jamaica ergibt. Nach der langen und etwas unfreiwilligen Ruhezeit auf Aruba brauchen wir es auf unserem Trip nach Jamaica auch nicht allzu heftig. Nach einigen Überlegungen entscheiden wir uns für den Montag. Das aber auch wegen der Möglichkeiten, auf Jamaica einzuchecken. An Wochenenden und Feiertagen kostet das gleich viele Dollar extra. Und von den Feiertagen gibt es in den nächsten 14 Tagen recht viele, denn Weihnachten steht ja vor der Tür. So kalkulieren wir, dass wir noch am Freitag einchecken können, wenn wir am Montag aufbrechen. Doch um dann auf Jamaica weitersegeln zu können, brauchen wir noch zusätzlich ein Cruising Permit. Das geht zwar online, aber erst, nachdem der Customs durch ist. Wir hoffen, dass uns das dann auch noch vor Weihnachten gelingt.
Und so segeln wir am Sonntag zurück in den Bucuti Canal, um keine Zeit zu verlieren und gleich am Montag früh auszuchecken und loszusegeln.
Varadero Shipyard
12° 30′ 01,7” N, 070° 01′ 04,7” W
Surfside Beach II
12° 30′ 33,6” N, 070° 02′ 00,0” W
Malmok Beach die x-te
12° 35′ 34,9” N, 070° 03′ 05,0” W
Bucuti Canal die y-te
12° 29′ 44,1” N, 070° 01′ 14,3” W
































