Horta


„Unter so einem strahlend blauen Sommersonnenhimmel kann sich Horta auch präsentieren.“

„Unter so einem strahlend blauen Sommersonnenhimmel kann sich Horta auch präsentieren.“

Liebe geht tatsächlich durch den Magen…
Die Azoren überraschen uns mit einem wirklich schönen Sommer-Sonnenwetter. Das ist ebenso ungewöhnlich wie bemerkenswert, denn meist ist es hier ja doch eher durchwachsen, wenn nicht gerade ein nasses Grau in Grau für Hochstimmung sorgt. So nehmen wir diese Überraschung gern, um erst einmal anzukommen.

„Oben rechts: Es gibt kaum Grenzen für Gefährte, mit denen man herumsegeln kann. Ansonsten sind Einchecken und Einkaufen die beiden wichtigen Pflichtpunkte des Tages.“

„Oben rechts: Es gibt kaum Grenzen für Gefährte, mit denen man herumsegeln kann. Ansonsten sind Einchecken und Einkaufen die beiden wichtigen Pflichtpunkte des Tages.“

„Die Horta Marina und fertig eingecheckt.“

„Die Horta Marina und fertig eingecheckt.“

Das Einchecken geht schnell, freundlich und problemlos. So, wie wir das auch aus 2023 noch in Erinnerung haben. Unwillkürlich denkt man in solchen Momenten ja an die vielen kuriosen Eincheckprozesse und all das Theater zurück, das wir in den letzten Monaten so erlebt haben. Meistens wurden wir zwar ebenso freundlich und zuvorkommend wie auf den Azoren empfangen, doch der Facettenreichtum des bürokratischen Wahnsinns und vor allem seine ungemeine Wichtigkeit war oftmals selbst für ein bürokratiegestähltes, deutsches Seelchen bemerkenswert.
Aber nun sind wir tatsächlich froh, wieder zurück in einem für uns grenzenlosen Europa zu sein. Hier kann man für seine Rechte einstehen, erlebt selten mal eine wirkliche Überraschung und keiner will von einem 5.000$ haben, nur weil man in einer App nicht auf »Hello, I’m coming!« geklickt hat und einfach so von A nach B gesegelt ist. Und eins sollte man dabei auch nicht vergessen, wir können uns nun vom Polarkreis bis ins südliche Mittelmeer und auch zu den Kanaren ohne jedes bürokratische Theater frei bewegen. Was für ein Segelrevier! Bei allem Europa-Gemaule, das wird viel zu selten mal in die Waagschale geworfen.

„Kaum eine Stelle im Hafen ist nicht bemalt. Wir sind wohl die Einzigen, die das nicht machen.“

„Kaum eine Stelle im Hafen ist nicht bemalt. Wir sind wohl die Einzigen, die das nicht machen.“

„Peter Café Sport - Eine Seglerlegende für sich.“

„Peter Café Sport – Eine Seglerlegende für sich.“

„Die Uferstraße in Horta“

„Die Uferstraße in Horta“


Gleich nach dem Einchecken geht es zum zweiten europäischen Highlight des ersten Tages. Wir plündern den Continente von Horta.

„Kaufrausch-Continente ... Nicht so groß, aber mit umwerfender Wirkung!“

„Kaufrausch-Continente … Nicht so groß, aber mit umwerfender Wirkung!“

Wie schon 2023 ist der Continente eine wahre Offenbarung. Diejenigen, die sich noch nie in der Karibik oder auch mal in den USA für eine längere Zeit um ihre Eigenversorgung kümmern mussten, können unsere Freunde gar nicht verstehen. Wieder taumeln wir wie benommen durch die Regalreihen des Supermarktes. Es ist schier unglaublich, was es hier alles gibt. Und noch unglaublicher wird das Ganze, wenn man bedenkt, auf was wir alles schon so lange verzichten mussten. Hier gibt es tatsächlich verschiedene Sorten Käse, die tatsächlich auch unterschiedlich sind und schmecken. Joghurt, der durch Joghurtkulturen und nicht durch Puddingpulver zu seiner Cremigkeit gekommen ist. Und Brot und Brötchen, die nicht süß sind und sogar auch krümeln! Unfassbar! Mit Kruste! Das ist der absolute Oberhammer! Ganz zu schweigen von einem ordinärem Müsli. So mit Haferflocken, Rosinen und Nüssen und so. Nicht die in Varianten künstlich aufgeblasenen Brekkies in Neonfarben. Und Marmelade, richtige Marmelade, nicht nur Grape Jelly und Peanut Butter.

Und dann diese Preise! Nach der Karibik, den USA und speziell Bermuda stehen einem die Freudentränen in den Augen. Immer wieder ertappen wir uns dabei, gleich größere Vorräte in unseren Einkaufswagen hieven zu wollen. Die Preise und der Umstand, dass es hier nun auch so lang vermisste Dinge überhaupt mal wieder gibt, treibt schon recht merkwürdige Blüten. Von einem Hamsterkauf, der ähnliche Ausmaße anzunehmen droht, wie des Michels Klopapierrausch zu Zeiten der Pandemie, sind wir nicht mehr wirklich weit entfernt. Natürlich ist das vollkommen irrational, denn wir sind ja zurück in Europa, und das nicht nur für einen Tag. Wenn wir wollten, könnten wir morgen gleich noch mal… Und übermorgen auch noch… Ganz zu schweigen von …. Doch das spielt angesichts des Angebots alles nur eine eher untergeordnete Rolle. Und dabei sind die Azoren ja auch lange noch nicht das Festland, denn das meiste, was es hier gibt, musste ja auch erst einmal recht aufwändig mit dem Schiff hierher transportiert werden.

„Für's erste ...“

„Für's erste …“

So empfindet man natürlich nur als Europäer, wenn man von der anderen Seite kommt. Doch US-Amerikaner wird es ohne Frage ganz ähnlich vom Hocker hauen, nur die Gründe sind eben andere 😂.

Nach einer halben Stunde XXL-Kaufrausch halten wir dennoch mal kurz inne und schauen uns unseren inzwischen überquellenden Einkaufswagen an. Es ist ja nicht so, dass es nicht noch offene Wünsche gäbe, aber all unsere Beute müssen wir ja auch noch zu Fuß zurück zu unserem Dinghy transportieren. Und so viele Leckereien, wie unsere Augen immer neu entdecken, können wir ja nun auch nicht gleich in den nächsten Tagen essen. Wir haben zwar eine Sackkarre und Klappboxen dabei, aber auch deren Kapazitäten sind begrenzt.

„Es war schon hart, das alles bis zum Dinghy zu schleppen.“

„Es war schon hart, das alles bis zum Dinghy zu schleppen.“

An der Kasse wollen sie dann nur 180 € von uns haben. Auf Bermuda wäre unsere Beute ohne Frage um die 800$ Wert, weil wir auch zwei Schläuche portugiesischen Wein gekauft haben. Allein die hätten auf Bermuda schon mit 250$ zu Buche geschlagen. In den USA wären wir mit diesem Einkauf trotz aller Rabattmarken wohl auch noch bei 500 bis 600$ gelandet. Doch das ist nur die eine schöne Seite der Medaille, auf der anderen Seite gibt es all diese wunderbaren Dinge einer Esskultur, die erhobenen Hauptes tatsächlich das Wort »Kultur« in ihrem Namen tragen darf.

Nur gut, dass auf dem Weg zurück nach Europa die Azoren inmitten des Atlantik als resozialisierender Zwischenstopp zur behutsamen Konsumkultivierung liegen. In einem großen französischen Supermarkt auf dem Festland wäre wir nach 1 1/2 Jahren Karibik und USA ohnmächtig zusammengebrochen und hätten wiederbelebt werden müssen.


„Horta bei Nacht und der Abend des Genusses I“

„Horta bei Nacht und der Abend des Genusses I“

Und wie der erste Tag dann ausklingt, sollte nun keinen mehr wundern 😋! Am Ende fallen wir pappsatt, kugelrund und etwas tüddelütütü in die Koje und fragen uns …. ach was, das fragen wir uns dann später noch mal.
Aber eines ist sicher, Liebe geht tatsächlich durch den Magen.

„Horta bei Nacht und der Abend des Genusses II“

„Horta bei Nacht und der Abend des Genusses II“


Wasch’n Tag
Im Grunde spricht ja eigentlich nichts dagegen, dass ein atypisches Wetter auch mal länger als einen Tag anhalten könnte. Besonders, wenn es sich um eine ausgesprochen hübsche Atypie handelt. Das würde ja sogar den atypischen Charakter noch etwas unterstreichen. Doch auf den Azoren wird großer Wert auf Standard gelegt und so verschwinden am nächsten Vormittag auch unsere guten Vorsätzen gleich wieder unter einer grauen Wolkendecke.

Eigentlich hatten wir nach dem üppigen Abendbrot von gestern, dem ja gleich am nächsten Morgen auch noch ein üppiges Frühstück folgte, gedacht, dass uns mal etwas Bewegung ganz gut tun würde. Die lange Überfahrt war ja auch nicht gerade von übermäßiger Bewegung geprägt, wenn man mal von dem ständigen Rollen und Stampfen der PINCOYA absieht. So hatten wir beschlossen, Hortas Hausberg im Süden des Hafens, den Monte Queimado, zu erklimmen. Eine ebenso hübsche wie auch gesunde Idee, die aber nur Sinn macht, wenn bei der Anstrengung auch noch einige schöne Photos abfallen. Das war auch 2023 schon nicht der Fall gewesen, weshalb der Monte Queimado ja immer noch auf eine Erstbesteigung durch uns wartet.

Doch was nun? Das Wetter ähnelt dem Wetter aus 2023, dessen Azoren-Standard unsere sportliche Höchstleistung schon damals verhinderte. Und so nehmen wir notgedrungen eine andere Höchstleistung in Angriff, bei der es weniger auf tolle Bilder als auf einen tollen Duft ankommt. Wieder ziehen wir mit einer vollbepackten Sackkarre los, doch diesmal in Richtung der kleinen Lavandaria im Norden des Hafens.

„In einer so gepflegten Lavandaria wäscht man auch gerne zweimal.“

„In einer so gepflegten Lavandaria wäscht man auch gerne zweimal.“

Da wir lieber in Selfservice-Laundries waschen, als unsere Wäsche zum Durchkoddern abzugeben, hat sich inzwischen ein recht großer Berg angesammelt. Ein Berg, den wir mit einem Waschtag auch gar nicht mehr wegbekommen, denn trotz der vielen Euros, die wir auch noch in die Trockner stecken, müssen die Sachen hinterher doch immer noch schranktrocken getrocknet werden. Das führt je nach Wetter, – und merke, wir sind auf den Azoren, – zu einem fast beliebig großen Chaos in der PINCOYA, was einen einzelnen Tag als Waschtag vollkommen rückstandslos verpuffen lässt. Doch glücklicherweise gibt es ganz in der Nähe der Lavandaria eine Bäckerei mit Bistro, was uns die ganze Sache dann doch wieder versüßt.


Die Erstbesteigung des Monte Queimado und der Blick in die Caldeira do Inferno

„Wanderung über den Monte Queimado und den Monte da Guia“

„Wanderung über den Monte Queimado und den Monte da Guia“

Nach halb getaner Arbeit, denn ein weiterer Waschtag wartet ja noch auf uns, reißt die Wolkendecke unerwartet noch einmal auf. Und da man auf den Azoren keine gute Gelegenheit einfach so verstreichen lassen darf, machen wir uns am späten Nachmittag doch noch auf den Weg, mal einen Blick von Hortas Hausberg auf den Hafen zu werfen.

„Blick aus halber Höhe auf den Hafen von Horta“

„Blick aus halber Höhe auf den Hafen von Horta“

„Da geht's weiter und dann ein Blick auf Horta“

„Da geht's weiter und dann ein Blick auf Horta“

Danach wollen wir auch noch gleich den Monte da Guia in Angriff nehmen, um mal von oben in die Caldeira do Inferno zu gucken. Obwohl die Azoren ja auch heute immer noch vulkanisch aktiv sind, hält sich das Inferno in der Caldeira des Monte da Guia in Grenzen. Vielleicht nur wegen der Senhora, die dort oben in einer Kapelle wohnt, aber wer weiß das schon.
Für uns jedenfalls ist dieser Teil besonders, weil wir auf dem Weg nach Horta nun schon zweimal an dem Monte da Guia entlanggesegelt sind, um kurz danach in Richtung des Hafens von Horta abzubiegen. Dabei konnten wir jedes Mal in die Caldeira do Inferno schauen und haben uns gefragt, wie das wohl von oben aussehen würde. Etwas Mittagssonne wäre dafür sicherlich besser gewesen, aber man muss auf den Azoren die Gelegenheiten so nehmen, wie sie sich ergeben.

„Nach den letzten Häusern geht's auf den Monte Queimado“

„Nach den letzten Häusern geht's auf den Monte Queimado“

So stiefeln wir los. Je höher wir kommen, desto toller werden die Ausblicke. Stufe für Stufe geht es zunächst ebenso steil bergan, wie es auf der anderen Seite dann wieder heruntergeht. Von oben können wir auch einen Blick in die Bucht von Porto Pim werfen. Dort waren wir auch noch nicht.

„Blick in Richtung Süden auf Porto Pim“

„Blick in Richtung Süden auf Porto Pim“

„Porto Pim“

„Porto Pim“

„Und wieder runter zum Praia do Porto Pim“

„Und wieder runter zum Praia do Porto Pim“

„Durchblick auf den Pico der Ilha do Pico“

„Durchblick auf den Pico der Ilha do Pico“

„Am Praia do Porto Pim“

„Am Praia do Porto Pim“

Nach dem Monte Queimado geht es bis zum Strand von Porto Pim herunter und danach wieder hoch auf den Monte da Guia. Ganz oben steht die Capela de Nossa Senhora da Guia, die als Schutzpatronin das Inferno am Monte da Guia im Griff behalten soll.

„Die Caldeira do Inferno“

„Die Caldeira do Inferno“

Vom Monte da Guia steigen wir in einer großen Runde wieder bis zu dem Praia do Porto Pim herunter, gehen am Strand entlang und entdecken eine kleine Bar direkt an der Hafenmauer in Porto Pim.

„Wo es steil rauf geht, geht es auch meist steil wieder runter.“

„Wo es steil rauf geht, geht es auch meist steil wieder runter.“

„Felsen am Monte da Guia“

„Felsen am Monte da Guia“

„Noch mal ein Blick hinauf auf die Capela de Nossa Senhora da Guia.“

„Noch mal ein Blick hinauf auf die Capela de Nossa Senhora da Guia.“

„Am Praia do Porto Pim“

„Am Praia do Porto Pim“

Es ist schon merkwürdig, auf direktem Weg sind es von hier bis zum Hafen von Horta kaum 300 m, aber kaum einer der segelnden Touristen verirrt sich bis hierher. Als wir uns in das Café do Porto Pim setzen, hat sich die Sonne für ihren Untergang schon lange hinter den Bergen zurückgezogen. Wir genießen die authentische Atmosphäre in der kleinen Bar. Was für ein schöner Ausklang des Tages, der mit dem Waschen von so viel dreckiger Wäsche 😂 begonnen hatte.

„Der Abend in Horta“

„Der Abend in Horta“


Auch die nächsten Tage gehen so ins Land, wobei das Wetter eher bei seinem unspektakulären Standard bleibt. Und nachdem wir einen weiteren Tag mit viel Wäsche und viel »Hausarbeit« verbracht haben, widmen wir uns unseren Winschen. Auch das kommt natürlich nicht ganz anlasslos, denn eine der Cockpit-Winschen hat am letzten Tag der Überfahrt ganz kläglich begonnen zu jammern und um Fett zu betteln. Das kam zwar etwas unerwartet und ungelegen, war am Ende aber auch keine allzu große Überraschung. Denn die Wartung von Winschen gehört zu den Dingen, die sich immer bestens zugunsten anderer Dinge aufschieben lassen, denn solange sie sich noch drehen, geht’s ja eben auch noch. Und unsere Winschen haben nun wirklich schon sehr sehr lange nicht geklagt und in jeder noch so anstrengenden Situation auch immer noch tapfer funktioniert.

„Winschenwartung, eine grenzenlose Sauerei.“

„Winschenwartung, eine grenzenlose Sauerei.“

„Aber die Sauerei lohnt sich.“

„Aber die Sauerei lohnt sich.“

So nehmen wir nun eine nach der anderen auseinander, was eine ziemliche Sauerei ist, waschen alle Teile und fetten alles neu ein. Etwas erstaunlich ist am Ende schon, dass wir nur zwei kleine Federn für zwei Klinken austauschen müssen und alles andere noch in einem absolut perfekten Zustand ist. Und das, obwohl die Winschen bei uns ja nun wirklich in einem harten Dauereinsatz sind.

Und was soll man sagen, hinterher winscht es sich nun tatsächlich auch deutlich leichter. Was die Capitana dazu veranlasst, nun auf ihrem Vorrecht als Chefin zum Winschen zu bestehen, weil es nun wieder so richtig schön schmatzig flutscht.


Die Blogkade
Inzwischen wird es kaum einem unserer Blog-Leser entgangen sein, der Schiffsjunge leidet unter einer gewissen »Blogkade«. Zurzeit geht mir das Bloggen einfach nicht mehr so leicht von der Hand, wie ich es eigentlich gerne hätte. Aber dennoch erblickt unser letzter Überfahrts-Blog in Horta dann doch noch das Licht der Internetwelt. Um die Blogs so zu erstellen, wie wir uns das vorstellen, braucht es schon eine gewisse Zeit. Am Ende sind es ja auch nicht nur die Blogs, die wir auf unsere WebPage stellen, sondern auch unsere Erinnerungen, von denen wir möchten, dass sie vollständig sind, da wir daraus für uns ein eBook zusammenstellen. Doch wenn die Schlagzahl dessen, was passiert, zu hoch ist, und das dann auch noch auf eine Blogkade trifft, dann wird es zäh. Den Anschluss versuchen wir gerade noch darüber zu halten, dass wir wenigstens zu den wichtigsten Steps unserer Reise bloggen. Der Rest muss warten und kommt später. So richtig toll ist das nicht, doch wenn man unsere Reise im Nachhinein verfolgt, wird das niemand mehr bemerken. Das ist ja auch schon mal was.


Und weiter geht’s …
Und damit die Schlagzahl nicht zu schnell sinkt, beschließen wir, gleich am Sonntag noch einmal São Miguel in Angriff zu nehmen. Die Wetteraussichten sind günstig und eigentlich wollten wir von Bermuda aus ja eh schon direkt nach Ponta Delgada segeln. Wenigstens wir können solche Pläne nicht so einfach und vollkommen rückstandslos ad acta legen.

Also checken wir am Samstag aus, schlendern aber noch einmal nach Porto Pim. Nicht nur das Café do Porto Pim hat uns wirklich gut gefallen. Nach unserer Bergetappe vor drei Tagen über den Monte Queimado und den Monte da Guia hatten wir keine Zeit mehr, uns in Porto Pim noch etwas umzusehen. Das wollen wir nun an unserem letzten Tag auf Faial doch noch nachholen, um danach den Tag im Café do Porto Pim ausklingen zu lassen.

„Porto Pim I“

„Porto Pim I“

„Porto Pim II“

„Porto Pim II“

Das Wetter ist jedoch allerbester Azoren-Standard, ohne dass auch nur der kleinste Zweifel an dessen Verlässlichkeit aufkommt. Vielleicht bringt São Miguel ja doch noch die Wende, aber das sehen wir erst Übermorgen. Nach einer Sighseeing-Runde durch Porto Pim sitzen wir im Café do Porto Pim, futtern eine Kleinigkeit und genießen das Hiersein im Dasein. Das hört sich kompliziert an, aber diejenigen, die schon mal in Portugal waren, haben darauf Super Bock.

„Man achte auf den Aufdruck auf meinem Glas.“

„Man achte auf den Aufdruck auf meinem Glas.“

„Die Bucht von Porto Pim“

„Die Bucht von Porto Pim“

Auf dem Rückweg schauen wir dann spontan noch einmal in Peter’s Café vorbei. Peter’s Café, das ja eigentlich richtig Peter Café Sport heißt, – warum, kann man prima in Wikipedia nachlesen – ist der seglerische Klassiker in Horta. Hier hat sich schon alles mit seglerischem Rang und Namen die Klinke in die Hand gegeben. Und nicht zuletzt ist es natürlich auch einer der traditionellsten OCC-Stützpunkte weltweit. Es hat schon was, in denselben Räumen wie Éric Tabarly, Sir Robin Knox-Johnston und den vielen anderen Segellegenden zu sitzen, auch wenn man gerade mal erst 2.000 Seemeilen am Stück hinter sich gelassen hat. Der Spirit ist dennoch greifbar. Und dort, wo sonst der Hype mit dem normalen Leben ringt, ist in diesem Moment erstaunlich wenig los. Also kehren wir noch einmal ein und lassen unsere Abschiedsrunde in Peter’s Café ausklingen.

„Peter Café Sport“

„Peter Café Sport“

„Und nun sind wir dort auch verewigt (oben rechts)“

„Und nun sind wir dort auch verewigt (oben rechts)“

Azores, Faial, Horta
38° 31′ 45,1” N, 028° 37′ 29,8” W