2024 Von Deutschland bis La Palma

5 Monate – Nach Monaten der Arbeit geht es von Deutschland bis nach La Palma

Nachdem wir in der ersten Jahreshälfte vor allem mit den Arbeiten an der PINCOYA beschäfigt waren, kann es endlich wieder mit Segeln losgehen. Unser Ziel sind in diesem Jahr die Kanaren, von wo aus wir dann im Winter 24/25 erneut in Richtung Karibik aufbrechen wollen. Auch wenn wir die vor uns liegenden Reviere nun nicht zum ersten Mal bereisen, sind viele Küstenabschnitte und Ankerplätze neu. Unsere Neugier und die Wetterbedingungen führen auf unserer Tour Regie.

So starten wir mit der Fahrt durch den englischen Kanal und einigen schönen Ankerstops entlang der Küste und an den Kanalinseln. Die Biskaya-Überquerung läuft auch noch ganz gut, aber dann legen wir wetterbedingt in den Rias in Nordspanien einen Zwischenstop ein. Wir werden hier u.a. mit Walsichtungen und großem Glück belohnt. Denn erneut ziehen Orcas in unserer unmittelbaren Umgebung ihre unheilbaren Bahnen, aber wir bleiben wieder einmal verschont 🍀. Seglerisch läuft alles prima, wir freuen uns, dass sich unsere Arbeit der letzten Monate bezahlt macht.

Die Überfahrt nach Porto Santo ist anfangs ruhig, aber dann legt der Wind zu und bringt uns dauerhaft 20-27kn mit einigen Winddrehungen. Wir erreichen Rekord-Etmale, haben aber auch alles andere als eine entspannte Überfahrt. Mehrmals klatschen brechende Wellen gegen den Rumpf und auch ins Cockpit. Aber auf die PINCOYA und den Autopilot ist Verlass, das Schiff läuft jedesmal ruhig weiter, als ob nichts gewesen wäre. Die Anfahrt nach Porto Santo ist dann trotz des Windes und des Seegangs weniger ruppig als befürchtet und wir genießen unseren nachfolgenden Aufenthalt auf Porto Santo und machen mehrere Ausflüge.

Von Porto Santo segeln wir nach Madeira in die Bucht Baia d’Abra. Diese Bucht ist eine der beeindruckendsten Ankerplätze, die wir bisher kennengelernt haben, ein absolutes Naturschauspiel. Von hier brechen wir auf zu den Kanaren und segeln nach La Graciosa. Die Überfahrt wird uns unerwartet versüßt durch einen kleinen fliegenden Gast. Ein wunderhübscher Madeira-Vogel, der uns zwei Tage bis in Landnähe von La Graciosa begleitet und sich von uns füttern und mit einem Badeplatz verwöhnen lässt. Hierzu gibt es auch ein kleines Video, das wir eigentlich für unsere Enkelkinder gemacht haben. Aber es ist auch für Erwachsene vielleicht ganz süß 🙂

La Graciosa kennen wir inzwischen schon sehr gut und wir freuen uns einfach über ein paar nette, ruhige Tage vor Anker und über das Wiedersehen mit einem guten Segelfreund. Nach Ankerstopps im Süden von Lanzarote und vor der Isla de Lobos erreichen wir Puerto del Rosario, wo wir das Schiff für einen kurzen Heimaturlaub in der Marina liegen lassen. Ende November sind wir zurück und können nach weiteren Fleißarbeiten am Teakdeck wieder segeln gehen. Unser erster Schlag in den Süden von Lanzarote ist ruppig und endet mit einem Kühlschrank-Desaster unter Deck, die Kühlschranktür bricht raus 🤪.

Für den nächsten Schlag nach La Palma müssen wir gut planen, es kündigt sich ein Starkwindfeld an. Wir rechnen hin und her, um einen passenden Startzeitpunkt zu finden, denn wir wollen das Starkwindfeld nicht in seiner maximalen Stärke abbekommen, wollen aber auch nicht mitten in der Nacht in La Palma ankommen. Unser Plan geht dann recht gut auf, auch wenn es auf der Überfahrt zunehmend ungemütlich wird. Wir sind aber doch zu schnell, so dass wir noch im Dunkeln vor La Palma ankommen. Leider wird uns die Zufahrt in den Hafen in wildem Geschaukel wegen der Ausfahrt einer Fähre für über eine halbe Stunde verwehrt. Aber dann sind wir drin.

La Palma ist nun Ziel- und Startpunkt zugleich. Aber erst einmal kommen nun Ausflüge und die Weihnachtszeit, die wir hier zusammen mit neuen Segelbekanntschaften verbringen.

Zu unseren Blogs:

Eine etwas andere Summary, was in diesem Jahr alles passiert ist, gibt es in diesem Blog -> nach 2723 sm. 

Und mit diesem Blog -> Wohin-denn-nun ? geht es nach der vielen Arbeit am Schiff mit dem Segeln los. 

Und zu den übrigen Blogs stöbert auch gern einfach im „Blog“-Bereich in einer Euch interessierenden Kategorie, die ihr neben bzw. unter den Blogs auswählen könnt.

Unsere Reise vom 15.07.2024 bis 14.12.2024  (mit 6-wöchiger Herbstpause ab Mitte Oktober für Heimaturlaub)

Törnstationen (H: Hafen, A: Anker, M: Mooring)

Bremerhaven (H) → Lauwersoog (A) – 119sm → Vlieland (A) – 61,9sm → IJmuiden (H) – 65,7sm → Dunkerque (A) – 120sm → Cherbourg (A) – 186,2sm → Alderney (A) – 23,6sm → Sark (A) – 26,5sm → Guernsey (A) – 9,5sm → Anse de Brehec (A) – 49,6sm → Anse de Perros (A) – 43,4sm → L’Aber-Wrac’h (A) – 53,4sm → Camaret-sur-Mer (A) – 40,7sm → Cabo Finisterre (A) – 438,1sm → Ría de Arousa (A) – 41,8sm → Porto Santo (A) – 725,1sm → Madeira (A) – 31,9sm → Isla de la Graciosa (A) – 268,9sm → Lanzarote (A) – 35,6sm → via Isla de Lobos nach Puerto del Rosario (H) – 24,4sm  → Lanzarote (A) – 29,6sm → La Palma (H) – 212sm

Summe: 2723 sm