Die Saison 2016 ruft!

In rund 6 Wochen soll es wieder losgehen und der Winter verfliegt nur so zwischen den Feiertagen, einigen immer noch unfertigen Hausrenovierungen, den Winterarbeiten an der PINCOYA, den Freunden, der Familie und natürlich Sophia und Leonard, die Omo und Opo (das „a“ will irgendwie noch nicht so 😉 ) auch für sich haben wollen. Dazu kommt die Arbeit, die auch möchte, dass wir uns jeden Morgen begeistert aus dem Bett quälen, und ein ganzer Haufen neuer und alter Ideen. Dinge, die wir mal machen sollten und Dinge, die wir schon längst mal hätten machen sollen.

So hat der besinnliche Müßiggang zur zeit bei uns keinen wirklich leichten Stand. Aber mit jeder Minute, die die Tage jetzt länger werden, kribbelt auch das Reisefieber wieder etwas mehr.
Deswegen landet nun auch der ein oder andere Mausklick immer häufiger und völlig unversehens auf dem Icon von »Google Maps«. Der Mauszeiger kreuzt dann langsam über neue und alte Routen in der Ost- und Nordsee und im virtuellen Kielwasser huschen Bilder unserer Törns der letzten Jahre vorbei. Obwohl in Maps alle Ziele nur einen Mausklick entfernt sind, liegen doch sehr viele Ziele hinter dem 6-Wochen-Horizont unseres Jahresurlaubs. Die Sehnsucht und die Aussicht bald wirklich frei zu sein befeuern unsere Ideen. Aber unwillkürlich drängelt sich auch immer wieder die blöde Frage dazwischen: „Ist das überhaupt noch zu schaffen oder geht mit uns gerade die Phantasie und das Wunschdenken durch?“

Auf der einen Seite wollen wir mehr, viel mehr, nicht nur etwas mehr, aber auf der anderen Seite sind wir eher auch vorsichtige Realisten, die nicht „auf Teufel komm raus“ jede mögliche Meile in sich hineinfressen. Und wir wollen auch Urlaub, Ruhe und Entspannung.
Der Spagat zwischen neuen fernen Zielen, Urlaubsentspannung und dem begrenzten Jahresurlaub ist nicht ganz einfach.

Im letzten Jahr haben wir unseren Urlaub erstmals zweigeteilt in einen moderaten Urlaubstörn mit Lin und zwei Powersegelwochen für Astrid und mich allein. Das war eine prima Idee und so machen wir es auch dieses Jahr wieder. Aber dieses Jahr machen wir es umgekehrt, dass passt auch gut in unsere sonstiges Jahresplanung. Zum Beginn der Sommerferien, also für uns Niedersachsen Ende Juni, werden wir 2 1/2 Wochen Erholungsurlaub mit Lin machen und Mitte August brechen wir beide allein zu 3,5 Wochen Powersegelurlaub auf und versuchen neue Ziele zu erreichen.

„Der Plan: Heiligenhafen -> Saaremaa“

„Der Plan: Heiligenhafen -> Saaremaa“

Für den Urlaubstörn peilen wir Rügen an. Schon oft sind wir irgendwie da gewesen, aber nie so richtig. Das werden wir dieses Jahr mal ändern. Als Ziel für den Powersegeltörn haben wir uns Saaremaa vorgenommen. Saaremaa ist die große Insel im nordwestlichen Ausgang des Rigaischen Meerbusens. Also Estland und das ist zugegeben ganz schön weit weg. Luftlinie runde 440 sm. Der Plan ist non-stop hin, also wenigstens 4 Tage, dann knapp eine Woche Estlandurlaub und dann in gut 2 Wochen und in großen Etappen mit großen Pausen wieder zurück. Das ist ein ordentlicher Happen, mal sehen, ob das klappt. Aber wenn wir es nicht wenigstens probieren, werden wir nie wissen, ob so etwas geht oder nicht. Also los, die Karten für iSailor habe ich gerade heruntergeladen. Da kann also nicht mehr viel schiefgehen, und wenn doch, dann landen wir auf Bornholm, Südschweden, Öland oder Gotland an und pflegen dort die Gründe, warum es nicht geklappt hat.

noch auf dem Trockenen, am Rand der norddeutschen Alpen
52° 15′ 19.069“ N 9° 37′ 2.19″ E